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Montag, 29. März 2010

Warnungen

Wer ein intaktes soziales Umfeld hat, hat Freunde, Verwandte und gute Bekannte. Und in diesen Gruppen gehört es sich, sich gegenseitig auch mal vor drohenden Gefahren zu warnen. Ich kann mich glücklich schätzen, von vielen besorgten Menschen umgeben zu sein.

Bereits meine Eltern sahen die Gefahr eines frühen Todes durch meinen ausgeprägten Bewegungsdrang voraus und schnallten mich im Kinderwagen an einen Ledergurt. Heute schnalle ich mich zwar im Auto an, aber schon der Gedanke an eine Krawatte verursacht bei mir Atemnot, weshalb ich keine besitze.

Als ich mich, etwas älter, tagelang mit Räucherstäbchen und Gitarre in mein Zimmer setzte, um Cat Stevens nachzuspielen und selbst noch viel bessere Songs zu schreiben, machten Sie sich sorgen, ich würde in Drogenszene driften. Ich hab es aber nur bis zum Wein geschafft. Schließlich, als ich den Wehrdienst verweigerte, war quasi besiegelt, dass ich die Banklehre nun knicken könnte und wahrscheinlich mein Leben lang im Krankenhaus alten Leuten den Hintern abwaschen würde. Das mit dem Krankenhaus stimmte, aber ich war immerhin "am anderen Ende" beschäftigt, nämlich beim Essen.

Auch meine Lehrer sahen meine berufliche Zukunft in Gefahr, weshalb ich besonders in Deutsch wegen meiner gewagten Thesen und Interpretationen hinsichtlich der Aussage einiger Werke klassischer Literatur und meiner kreativen Art mit der deutschen Rechtschreibung umzugehen, immer äußerst schlecht benotet wurde. PAH! Heute gibt es Wikipedia und Rechtschreibprogramme und einen Teil meiner Arbeit macht das Schreiben aus.

Ähnlich besorgt waren meine Verwandten, die schon unseren Wohnort als Garanten für das Abgleiten ins kriminelle Milieu ausmachten, ein Verlassen des Ghettos ausschlossen und eine Anstellung als Hafenarbeiter als Karriereende in Aussicht stellten. Heute wohnen diese immer noch im miefigen Neugraben, der Schwiegersohn ist im (bei mir ja auch immer im kriminellen Verdacht stehenden) Finanzwesen tätig und ich bin bei Bundesland 8 und meine größte kriminelle Handlung war das Schwarzfahren.

Eine alte Freundin warnt mich gerne wiederholt vor den Folgen meines Hanges zu Computerspielen. Sie schätzt die Gefahr, dass ich mit einer Pumpgun auf  Enten oder dergleichen schieße zwar nicht sonderlich hoch ein (womit sie Recht hat), aber hält dies Tun für vergeudete Zeit, die man zum Wohle der Psyche besser nutzen könnte. Sie spiele zum Beispiel lieber Doppelkopf. Wer schon mal einer Doppelkopfrunde beigewohnt hat, weiß, dass dort nicht selten ein Aggressionspotential entsteht, gegen das es manch Egoshooter schwer hat.

Nun bin ich vom Glück sogar so verwöhnt, dass auch meine Chefin die Gefahr eines zu gleichförmigen Arbeitsprozesses auf Psyche und Gesundheit erkannt hat  - und sich gerne neue Projekt aussucht, die mit einen geringen Maß an Erfolgschancen ausgestattet , echte Herausforderungen sind.

Wenn ich dann am Abend beim Wein mein Leben so betrachte, kann ich mich eigentlich doch sehr glücklich schätzen. Ich darf nur am nächsten Tag nicht zum Arzt gehen, weil der es auch nur gut mit mir meint, wenn er nach dem Weinkonsum fragt...

P.s.: Falls sich hier irgendjemand wiederfindet und beleidigt ist, möchte ich daraufhin hinweisen, dass dieser Beitrag als Mischung zwischen Fragmentsammlung, Satire, Schwank und Biografie zu verstehen ist.

Mittwoch, 24. März 2010

Championade

Was endlich die Hauptsache, das Trinken des edlen Weines anlangt, so stehen sich in diesem Punkt eine englische und eine französische Schule ziemlich schroff gegenüber. Die Franzosen nehmen ihren Crémant nur zum Dessert und befinden sich dabei um so besser, da der Champagner in diesem Falle dank seiner lieblich erregenden Wirkung einen verklärenden Schimmer auf die ganze Sitzung wirft und zum Schluss noch jedem Tischgenossen die Möglichkeit bietet, sich von seiner vorteilhaften Seite zu zeigen und dann heiteres Sinns von der Gesellschaft zu scheiden. Die Engländer dagegen behaupten, der Champagner errege nach dem Mahle Übelkeit (was man bei dem Stande ihrer Kochkunst ohne Weiteres glauben darf), und servieren ihn daher seit etwa einem Menschenalter gleich von Anfang der Mahlzeit neben jedem Gerichte. Der wahre Grund der Abweichung vom französischen Brauche ist gedoch geplanter Natur: die englischen Damen verlassen bekanntlich unmittelbar nach dem letzten Gang den Tisch und würden also um den ruhigen Genuss des Champagners kommen, wenn derselbe ausschließlich zum Dessert erschiene.
(Appetit Lexikon 1894)

Nach meinem Abstecher in das nachkarnevalistische Köln am Sonntag muss ich sagen: Junge Junge, die Zeiten haben sich geändert!

Donnerstag, 11. September 2008

Zwischen Malamatina und Kokkineli

Bei der Frage Grieche oder "Ikebana"-Franzose brauche ich ja nicht lange nachzudenken. Man hört ja aber immer mal wieder von Menschen, die was gegen Fleisch, Knoblauch oder gar Ouzo haben. Hat man den einen oder anderen dann doch überzeugen können, den Griechen ums Eck "schon wieder" aufzusuchen, muss man sich aber mit diesem kleinen Sieg meist schon zufrieden geben. Meine Mission geht natürlich weiter, will ich doch die Zweifler von den Vorzügen des Retsinas überzeugen. Aber da ist dann meist Schluss: "Wenn ich auf nem Baum kauen will, beiß ich in eine Kiefer. Davon stehen in der Heide eh genug rum" oder "Wie kann man so eckeliges Zeug nur trinken" ist dann zu hören. Es verlangt also eines langfristig angelegten Planes, die Zweifler zum Retsina zu bringen. Mein Plan beinhaltet 3 Stufen.

Stufe1: Es gilt den Anfang mit einer nicht zu sehr geharzten Variante zu beginnen. Malamatina ist eine solche Sorte. Fast beiläufig kann man auf das lustige Etikett hinweisen, dass auf die verdauungsfördernde Wirkung des Weines abzielt. Bei guten Griechen gibt es die 0,25l Variante übrigens zum genau halben Preis der 0,5l Variante. Somit besteht die Möglichkeit, dass Getränk, so es denn gefällt, immer schön kühl zu haben. Dies ist eine weitere Bedingung für den ungetrübten Retsinagenuss: er muss richtig kalt sein.

Stufe 2: Nach erfolgreichem Abschluss der Stufe 1, muss der Jagdinstinkt geweckt werden. Dies kann einem z.B. dadurch gelingt, dass man auf den Kokkineli hinweist, eine Rosévariante des Retsinas. Hier sei z.B. der Hersteller Cambas empfohlen. Ehrlich gesagt passt der Harzgeschmack auch besser zu der rosé Variante, die aber auch kalt getrunken werden muss. Ein Kardinalfehler wäre es, den Kokkineli für (die auch existierende) rote Variante zu halten und bei Zimmertemperatur zu trinken. Wer schnell zum Ziel kommen will, kann also auch mit Stufe 2 beginnen.

Stufe 3: Man verblüfft den Zweifler mit vermeintlich fundiertem Wissen um den Retsina. So ließe sich beiläufig anmerken, dass der Name Kokkineli von der Koschenille (einer Laus, die roten Farbstoff enthält, mit der auch der Campari gefärbt wird) stammt. Oder dass Harz bei den Griechen als probates Mittel verwendet wurde, um Wein haltbar zu machen. Es sich also quasi um ein sehr ursprüngliches Getränk handeln würde. Man vermeide hier aber die Diskussion darum, warum der Wein auch heute noch haltbar gemacht werde müsse und die sich daraus ergebende Frage nach der Güte des Weines.

Wer es bis hierhin nicht geschafft hat, bestellt dem Zweifler einfach Mavrodavne-Wein.

Dienstag, 27. Mai 2008

Ihr lieben Badenser, Schwaben und Gelbfüssler...

... warum, so rufe ich euch entgegen, macht ihr es mir immer wieder so leicht, mein Vorurteil hinsichtlich Eurer Arroganz immer wieder zu bestätigen. Könnte der Kerl der behauptet, kulinarisch gäbe es nördlich von Freiburg nur "Wüste" nicht einfach ein Eskimo sein?

Und warum, so frage ich bitter, höre ich in TF2 bei besonders hochnäsigen Kommentaren so oft ein "le" am Ende vieler Worte und jede Menge Zischlaute in der Stimme der jugendlichen Helden?

"Aber das Wetter!", so höre ich nun den Rest der Welt rufen: Das ist doch unvergleichlich. In der Tat ist es das. Zumdinestens am letzten regnerisch/schwülen Wochenende, da hier im Norden die Sonne schien, war es dort einmalig!

Aber das Letzte (und damit soll nicht das baldige Ende dieses Posts gemeint sein) ist doch, dass die Jungs da unten alle Weißbier trinken (ist wahrscheinlich billiger! ha, das musste sein) und dann hier in den Kneipen lauthals verkünden, die im Norden hätten keine Ahnung vom Wein.

So ihr Luschen. Das musste mal gesagt sein.

Freitag, 7. Dezember 2007

Wozu man Handys wirklich braucht

Um bei der Liebsten anzugeben, welch tollen Ausblick man aus dem Hotelfenster bei der Schulung hatte (Beim Frühstücksbuffet hab ich mich nicht getraut)


Um die Beute der letzten Portwein-Verkostung zu verewigen. (Die Flasche rechts kosten normalerweise 45 €) Lecker, lecker, sach ich nur.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Hot blooded

(Oops, i did it agian..)

Gestern habe ich wieder mal eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Das Studienobjekt war ich selbst. Thematisch ging es um das Verhalten im Straßenverkehr unter besonderer Berücksichtigung des adrenalinbedingten Bewegungsdrangs.

Die Versuchsanordung war sehr simpel, aber effektiv: Man fahre direkt nach einem anstrengenden Arbeitstag bei nahezu völliger Dunkelheit und ergiebigem Regen mit seinem Weib während des Feierabendverkehrs durch die von Baustellen und Einbahnstraßen übersäte Kleinstadt zu einem Geschäft, dass sich in einer Straße befindet, deren Zugang für den normalen Verkehr verboten ist, was man vorher tunlichst vergessen haben muss. Man warte dort zwei oder drei Sekündchen, während derer zahlreiche Autos das Wegfahren unmöglich machen und erfreue sich an den reghaften Lichthupenzeichen des Hintermannes. Man bittet die Gattin (gefühlt) höflich doch schon mal allein zu dem Geschäft zu gehen, während man sich nur schnell ein Parkplätzchen zu suchen gedenke. Dann kreise man durch das Einbahnstraßen-Baustellengewirr ca. 20 Minuten durch die Kleinstadt, freue sich darüber, dass man schon fast wieder zu Hause ist und erinnere sich an seine Frau.

Diese Versuchsanordnung führt dazu, dass
das eigene Blut trotz vorsorglich auf "LOW!" eingestellter Klimaanlage, anfängt zu brodeln. Verbunden damit ist der ausgeprägte Wunsch nach Bewegung, dem man im Auto nur bedingt nachkommen kann. Außer dem Lenkrad (einprügeln) und diversen Hebeln (an-ausschalten, abbrechen) ist so ein VW Golf doch erfrischend puristisch eingerichtet.

Interessant an der Untersuchung ist, dass die Unmöglichkeit der körperlichen Bewegung zur Kühlung des Gemütes die Bluttemperatur noch weiter steigen lässt. Erst recht, wenn die völlig durchnässte Frau wiederum 20 min. später leicht angesäuert wieder ins Auto steigt.

Das allererstaunlichste aber ist, dass die Laune sich, nachdem man den Autokäfig verlassen hat und ein paar hektische Runden in der Wohnung gedreht hat (und sich 2 Gläser Wein hinter die Binde gekippt hat), endlich besser wird.

P.s.: Unbedingt merken: Dieses Jahr keinerlei derartige Versuche mehr unternehmen.

Freitag, 31. August 2007

König Ludwig bei 250 kmh

Als ich den Raum betrat fiel mir gleich auf, dass schon die Feierabendbier-Zeit war.

Vorne am Tisch standen zwei Männer mit Karl-Marx-Bärten. "Ingenieure" tippte ich und siehe da, als ich dem Gespäch der beiden lauschen konnte, ging es um Geoserver. Ein schier unendliches Thema scheint es, denn als ich eine Stunde später ging, waren sie immer noch gut gelaunt beim dritten Bier mit technischen Details beschäftigt.

Ich gönnte mir ein König Ludwig Weizen, weil dieses nach meinen Berechnungen wenigstens annähernd so etwas wie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist.

Hinten links in der Ecke wurde heftig geflirtet. Zwei BWLer, die von einer gemeinsamen Dienstfahrt zurückkamen. Beim zweiten Bier glühte bereits ihr Gesicht und beide hatten die Marotte nach jedem zweiten Satz lachend mit dem Finger auf das Gesicht des anderen zu zeigen und diesem damit gefährlich nahe zu kommen. Macht man das heute beim Flirten so? Als sie die dritte Runde holte, schaut er ohr bereits mit einem hungrig-lüsternen Blick auf den Hintern.

Der Arzt, der immer Rotwein trinkt war auch wieder da. Heute hat er sich wohl von der allgemeinen Bierlaune anstecken lassen und pichelt Warsteiner, was ihn in meiner Achtung sinken lässt.

2 junge Männer im Anzug, wegen des Feierabends aber schon der Jacke entledigt tauchen auf und bestellen Bier (Warsteiner - hab ich mir gleich gedacht). Man merkt ihnen an der Haltung an, dass der Anzug noch eine Verkleidung ist. Ich überlege gerade, wie die beiden wohl in 20 Jahren aussehen werden, als sich ein Mann sich mit einer Bionade an meinen Tisch setzt.

Ich schalte meinen mp3-Player an, trinke mein zweites Bier und betrachte die Szenerie nun, ohne den Gesprächen noch lauschen zu können. Obwohl jetzt nur noch die Mimik zu mir vordringt scheint mir, dass ich von der Stimmung der einzelnen Personen sogar mehr mitbekomme. Vielleicht liegt es ja auch am Bier oder an Fury in meinen Ohren. Ich weiß es nicht.

Die Corrs singen gerade "Runaway" und passenderweise muss ich jetzt aussteigen . Auf dem Bahnsteig steht Silke und lacht.

Montag, 27. August 2007

Kulinartscher Reiseführer "Burgund"

Damit später niemand sagen kann, ich hätte ihn/sie nicht gewarnt, hier in Stichworten die wichtigsten kulinarischen Erkenntnisse zum Thema Burgund

Burgunder
Weine aus besagtem Gebiet, mit den höchtwahrscheinlich der französische Staathaushalt saniert wird. Vor allem die Tropfen der Cote d` Or mit der Klassifizierung Premier Cru oder Grand Cru sind erst ab einem Posten mit Gehalt eines Geschäftsführers ohne jahrelange Ratenzahlung erwerbbar. Die "einfachen Weine" sind zwar bezahlbar, aber ehrlich: Deutschland kann das auch!

Chardonnay
Schon wieder Wein: Alles was im Burgund nicht rot ist, ist Chardonnay. Der ist im Gegensatz zu den roten Weine mitunter bezahlbar und schmeckt. ABC-Trinkern (anything-but-chardonnay) sei ans Herz gelegt, ihn mal zu probieren.

Merguez
Bratwurst, die zu großen Teilen Lamm enthält. Da man das Alter des Tieres in der Wurst nicht mehr bestimmen kann, ist Vorsicht geboten. Die Variante mit Kräutern und ohne Lamm ist meiner Meinung nach vorzuziehen

Paté
Besieht man sich das Angebot, so drängt sich der Eindruck auf, dass der Franzose im Burgund neben Baguette und Käse nur noch Pasteten (Fleischzubereitung im Mürbe- oder Blätterteig) lieber isst. Das Angebot ist umwerfend. Der Eindruck muss aber täuschen, da der Hang zur Dickleibigkeit auch im Burgund sehr gering ist.

Baguette
Der Franzose bemüht sich zwar sein einziges Brot (neben Croissants) das landesweit hergestellt wird, die vielfältigsten Namen zu geben, aber es bleibt was es ist: Baguette. Man kann durchaus zwei oder 3 Wochen damit leben, dann gelüstet es den Deutschen aber schon nach einem Vollkornbrot.

Dijon-Senf
Gilt zurecht als einer der besten Senfe der Welt. Für Touristen mischt man gerne auch mal Johannisbeeren (soll wahrscheinlich an den dort ebenfalls hergestellten "Cassis" erinnern), Nüsse, grünen Pfeffer und Zimtreste hinzu. Schließlich kaufen Touristen ja alles. Der einfache Senf ist aber wirklich eine Delikatesse.

Gewürzgurken - Cornichons
Diese auch in Deutschland beliebten kleinen Gürkchen, werden in Frankreich offenbar mit Essigessenz hergestellt, so sauer sind diese. Warum blieb ein Geheimnis. Vielleicht sind die Franzosen daher so lustig.

Machsumicha?
Frage der 2jährigen Tochter des mitreisenden Paares, sobald der Herr sich auch nur in der Nähe des Herdes, der Kaffemaschine oder des Kühlschrankes bebab (eigentlich auch sonst immer). Nach erteilter Auskunft dann immer gefolgt von der Frage "Warum???" Süß, die kleine.... Hmpf.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Do it yourself

Als die Gemüsewaagen kamen, dachte ich, mehr werden sie sich nicht trauen, dann kamen die "Zieh-dein-Zeug-doch-selber-rüber" Scannerkassen - und ich dachte, das ist nun aber der Gipfel. Doch der war noch lange nicht erreicht:Wahrscheinlich gibt es Bierextrakt im Teebeutel dazu.

Montag, 4. Juni 2007

Praktische Gegenstände für den Haushalt III


Für diejenigen, die den Schlagringkorkenzieher aus pazifistischen Gründen ablehnen, hier ein Geschenk das jeder Gewissensprüfung stand hält. Beim Verschenken bitte prüfen, ob der Beschenkte nicht schon im Besitz von Tipp 1 ist. Das könnte ins Auge gehen.

Freitag, 1. Juni 2007

Praktische Gegenstände für den Haushalt II

Wer folgendes Geschenk auf dem Geburtstagstisch vorfindet , braucht nun nicht mehr zu verzweifeln! Dank meiner kleinen Aufklärungsserie kann der so beschenkte nunmehr wissend lächeln und schon mal insgeheim überlegen, wem er das nützliche Teil weitervermachen kann.



Wat issn dat???...


Aus der Produktbeschreibung...

...durch den magnetischen Kopf der Nadel lässt sich der Korken leicht und elegant am Kragen anklicken und wieder lösen, etwa wenn Gäste am Tisch Lust verspüren sollten, den Duft des Korkens genauer zu untersuchen...


Herrschaften, wenn ich Wein trinke, schnupper ich doch nicht am Korken, weil - der riecht nämlich nach Korken, sondern wenn schon - am Wein. Und "untersuchen...." Gottchen. Das ist doch keine Diplomarbeit....

Donnerstag, 31. Mai 2007

Praktische Gegenstände für den Haushalt I

Jetzt schon an Weihnachten denken! Der praktische Korkenzieher mit Schlagring. Wenn der Korken mal wieder abbricht, einfach die Schnecke abnehmen und auf die Flasche einprügeln. Alternativ auch auf den Weinhändler ihres Misstrauens. Leider hat der Öffner erste eine USK-Freigabe ab 18.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Wenn Frauen Männern Hörner aufsetzen

Irgendwie hatten sich Fritz, Herbert, Kalle, Gerd und Willy das anders vorgestellt....

Montag, 7. Mai 2007

Trinkt deutschen Wein!

Beim Bordeaux bedenkt,
beim Burgunder bespricht,
beim Champagner begeht man Torheiten.

( Jean Anthelme Brillat-Savarin)

Gut, dann bleib ich eben beim deutschen Wein ...

Dienstag, 24. April 2007

Na, dann nachträglich noch alles Gute...


Aus weiser Voraussicht, weil ich ahnte dass, hätte ich es gestern hier gepostet, heute der eine oder andere nicht zu seiner beruflichen, studentischen oder sonstigen Höchstform aufgelaufen wäre: Gestern war "Tag des Bieres!"

Montag, 16. April 2007

Bello impossibile

Ja, wie nett wäre es jetzt wieder mal an diesem Platz, in einem der schönsten Orte der Welt zu sitzen, einen Espresso des dort ansässigen Herstellers "Bei & Nannini" zu schlürfen und endlich hinter das Geheimnis zu kommen, ob denn Gianna tatsächlich eine Verwandte ist.

Daran anschließen würde sich wohl die Überlegung, was diese wohl mit ihrem Liedchen "Bello impossibile" gemeint hat: Dass "Schönheit unmöglich ist" oder dass "der Schöne heute mal wieder ummöglich ist".

Am Ende des Tages würde ich dann darüber nachdenken, ob das nicht allzu weit entfernte Scansano nicht wegen des hervorragenden Weines einen Besuch am nächasten Tage wert sei.

Bello impossibile...

Freitag, 13. April 2007

Haiku zum Wochende

Der Frühling ist da
Das Wochenende auch bald
Freibier für alle!

Chief Joseph egänzt dazu: "Lass nie jemand anderen an deinen Grill. Es könnte böse Folgen haben."

Kenner wissen, was das bedeutet


Donnerstag, 29. März 2007

Chief Josephs weise Gedanken zum Wochenende

"Am Wochenende unbedingt eine Rauchzeichenfortbildung anregen und vorschlagen, statt der alten Pferdedecke große Schweineschnitzel zu verwenden!"

Dienstag, 20. März 2007

Entgangene Gaumenfreuden

Eines der Jahreshighlights das mir durch meine Grippe bedauernswerter Weise diesmal durch die Lappen geht, ist der Besuch der Prowein in Düsseldorf. Ok, die Verkostungszone mit den 300- 500 Weinen entlässt einen ungeübten Verkoster nicht ganz nüchtern. Aber ich mag die Winzer. Würde ich nochmal auf die Welt kommen, wäre ja Winzer ein Beruf, der mir Spaß machen könnte, auch wenn ich mich da, ob der harten körperlichen Arbeit, keinerlei Illusionen hingebe. Aber einen Wein herzustellen, der den Leuten schmeckt, erscheint mir doch als Berufung nicht der verkehrteste Weg.

Samstag, 24. Februar 2007

Bericht vom Pølser - Ortstermin

Gerade im Februar nach Dänemark zu fahren gilt (wegen des Wetters) gemeinhin als weniger gute Idee. Mit der Aussicht auf eine Haussauna und genug wärmenden Getränken im Gepäck, verliert dieser Schrecken aber schnell an Bedeutung. Unser Urlaubsziel (Nordjütland) hat übrigens auch viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zwei davon sind auf dem ersten Bild zu sehen.

Das ganze geht natürlich auch noch etwas romantischer. Ich hasse Sonnenuntergangsbilder, aber ich mache sie immer wieder.

Mir war bekannt, dass der Däne gerne mal am Strand spazieren geht fährt. Wie professionell man das dort betreibt, ahnte ich allerdings nicht. Vielleicht doch eine gute Idee im Winter hier zu sein. Die Gefahr beim Beach-Autorennen überfahren zu werden, ist weitaus geringer als im Sommer.

Tja - und das ist er nun: Der nörlichste dänische Zipfel (mal abgesehen von Grönland) bei Skagen. Da wo Nordsee und Ostsee aufeinander prallen. Oft, so sagt man, ein gigantisches Schauspiel mit gegeneinander prallenden, aufschäumenden Wellen. Meist....

Das Nordseemuseum in Hirtshals hat für die Kinder eine besondere Attraktion bereit: Die Fütterung der Fische im (nicht mehr ganz) größten europäischen Aquarium. Als wir da waren, gabe es gerade Taucher im Schlafrock.

Natürlich gab es just in der Nacht bevor es zurück gehen sollte diese Schneekatastrophe, die viele Dänen dazu zwang, ihre Autos auf der Autobahn zurückzulassen. Gott sein Dank war unsere Seite der Autobahn "relativ" passierbar.

Auf den Schrecken gab es dann erst mal einen Eiswein.

So, nun kann der Frühling kommen...