Samstag, 6. März 2010
Freitag, 5. September 2008
Das Fernfahrersysndrom: Essen und Trinken...
... hält Leib und Seele zusammen. So heißt es ja und das mit dem Leib kann ich an mir gerade ganz gut feststellen, denn in den letzten Monaten kam das eine oder andere Kilo Kitmasse hinzu. Drum - und weil der Cholesterinspiegel irgendwie auch zu hoch - soll nun etwas kürzer getreten werden.
Was mich zu der ursprünglichen Intention bringt, diesen Blog zu starten: Meine Freude am Essen und Trinken. So will ich mich, so der gute Vorsatz, nun wieder mehr diesem Thema widmen, aber natürlich auch ab und an schreiben, wenn mir zufällig wieder mal Demi Moore über den Weg läuft.
Los geht es mit der Beschreibung eines von mir bei mir selbst diagnostizierten Gendefekts, der sich in den Symptomen des Fernfahrersyndroms manifestiert. Der Grundstein für das Fernfahrersyndrom wird meist in der Kindheit gelegt. Bei mir erfolgte dies an den Tagen, an denen wir früh morgens (ich meine wirklich früh morgens) an die Ostsee fuhren. Am Abend zuvor bereitete Muttern meist schon die Karbonaden (Norddeutsche Bezeichnung für Kotelett) vor, kochte Eier und setzte den Kartoffelsalat an. Herrlich! Ich konnte kaum schlafen aus lauter Vorfreude auf die See und die Aussicht auf den Verzehr der panierten Speisen (Fleisch mit Semmelbrösel, Ei mit Sand) Dazu gab es Caprisonne. - Alles war in der Kühltasche verstaut, so dass es theoretisch den ganzen Tag über angenehm gekühlt bleiben hätte können. Theoretisch, denn bereits gegen 8.00 hatte Vatern Lust auf ein Ei oder bereits etwas Kartoffelsalat. So war denn von dem Vorrat gegen Mittag nicht mehr viel übrig.
Über die Jahre muss sich nun diese Verdrahtung von Urlaub, Wegfahren und Essen irgendwie so verbunden haben, dass ich, kaum sitze ich im Auto, Hunger bekomme. Mit meiner Frau habe ich die Abmachung, die auch heute selbstverständlich noch vorbereiteten Stullen und gekochten Eier, nicht vor der Autobahnauffahrt zu essen. Das hat mich auf Fahrten in den Süden schon öfter mit dem Gedanken spielen lassen, nicht den langen Landstraßenweg nach Soltau zu nehmen, sondern über Hamburg zu fahren. Dabei ist man bereits nach 5 Minuten auf der Autobahn und nicht erst nach 45min.
Interessant ist dieses Fernfahrersyndrom, weil ich über Jahre morgens eigentlich keinen großen Hunger hatte. Es kam vor, dass ich den ersten Happen erst gegen Mittag zu mir nahm, was übrigens entgegen den Aussagen der Frühstücksprediger, durchaus nicht ungesund ist. Aber auf Autofahrten war dieses "Naturgesetzt" bei mir bereits immer ausgehebelt.
Der aufmerksame Leser wird nun vielleicht sagen: Aber predigt er nicht immer die Vorzüge der Bahn? wie ist es denn da? Nun: dort ist es nicht so. Vielleicht komme ich bis zur Rente ja dahinter, warum dem so ist...
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unkita
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08:22
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Montag, 23. Juni 2008
Eifellhochzeit
Am Wochenende ging es zu einer Hochzeit von Freunden in die Eifel. Wer es nicht weiß, man ist dort meist Bauer und allermeist katholisch. Als Ex - Evangelist war dies mein erstes Zusammentreffen mit dem Katholizismus bei einer Hochzeit. In meiner Kölner Zeit ist das Treffen irgendwie nie zustande gekommen.
Die Zeremonie begann meinen Erwartungen nach damit, das der Pope sich ausführlich darüber ausließ, dass das was Gott zusammengeführt, nicht vom Menschen… usw. Was mich dann aber wirklich erstaunte, war dass die Katholiken offenbar einen einstudierten Ritus bei Trauungen oder gar bei Gottesdiensten ganz allgemein haben. Zunächst steht man ca. jedes zweite oder dritte Lied auf. Für mich nicht erkennbar, nach welcher Regel. Dann weiß die Gemeinde genau, wann in welchem Gebet man etwas einwirft. Was habe ich leider so gut wie nie verstanden. Aber es war mehr als ein schlichtes "Amen". Positiv vermerken konnte ich, dass das Liedgut irgendwie fröhlicher als bei den Evangelisten ist. Das kann aber auch an der Auswahl des Paares gelegen haben. Sehr schön auch, dass die Songs kürzer sind, als ich es von der Konkurrenz kenne.
Highlight der Veranstaltung war der Küster, der (im wahren Sinne) Gott sei Dank den Großteil der Zeremonie durchführte. Traute er sich doch ganz öffentlich zu verkünden, dass sich die beiden während des Kölner Karnevals näher gekommen sind, der bei der katholischen Kirche gleich nach Blasphemie in der Liste der Todsünden steht.
Schön auch war, dass man bei den Katholiken keinerlei Hemmungen hat, die Lieder, deren Texte selbstverständlich alle auswendig kennen, aus vollem Halse mitzusingen. Mitunter entspannte sich sogar eine Art Gospel zwischen dem Küster und der Gemeinde. Auch hier wieder ungewöhnlich, dass alle wussten, wer wann was zu singen hat. Klar, dass auch das Vaterunser gesungen wurde.
Aber auch in der Eifel scheint sich die Kirche in Zukunft etwas wärmer anziehen zu müssten. Bei der abschließenden "Kommunion?" knieten sich nur ca. 80% der Anwesenden auf die Fußbank.
Bleibt abschließend nur noch festzuhalten, dass die Damen (es waren wirklich nur Damen!), die am inbrünstigsten am Gottesdienst teilnahmen, dann später die waren, die auch am inbrünstigsten tanzten, was vermuten lässt, dass meine vor Jahren hier mal ausgeführte Theorie über die Symetrie von Tanz und Sex ggf. noch um das Gebet erweiterbar wäre.
Allerabschließend möchte ich aber noch bemerken, dass ich mich hier nicht über Gläubige Menschen lustig machen will. Es geht mir schlich darum, meinen persönlichen Eindruck zu schildern.
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unkita
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10:07
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Donnerstag, 12. Juni 2008
Gehört die Frau auf den Schreibtisch?
Man sieht es ja in vielen Filmen, war die erste Antwort die mir dazu einfiel, als ich mir die Frage stellte. Damit keine Missverständnisse aufkommen, ich meine nicht so wie in "Wenn der Postmann zweimal klingelt", obwohl das in der Filmgeschichte aus meiner bescheidenen Sicht die beste Tischsexszene überhaupt ist. Nein, es geht um das Foto der Liebesten auf dem Schreibtisch.
Angesichts einer Fotosession, um die Familien-Fotowand meiner Schwiegereltern zu komplettieren, fielen vor einiger Zeit sehr nette Fotos von meinem Weib alleine an und ich dachte mir, dass ich jetzt alte genug wäre, auch mal ein Foto von ihr auf den Schreibtisch zu stellen. Früher fand ich das ja immer bieder, verstaubt und in den Filmen waren es immer die eiskalten Bosse, die mit dem Familienfoto im Büro die heile Welt raushängen ließen. "Aber das Leben ist kein Film", widersprach da mein Alter Ego. "Richtig", dachte ich, und schließlich hast du zur Not eine Ausrede, weil du deine Frau ja so selten siehst.
Stutzig wurde ich, als keiner der Kollegen auch nur ein Wort sagte. Entweder, ich gehöre nun wirklich zu den verstaubten Bürowichten und man will die Peinlichkeit nicht ansprechen - oder aber die anderen machen sich schlicht gar keinen Kopf um das Foto.
Recherchen im Arbeitsumfeld meiner Frau ergaben, dass ein neuer (etwas älterer) Kollege ein Foto seiner Frau aufstellte, woraufhin ein jüngerer, aber schon länger anwesender Kollege, einige Tage später nachzog. Es scheint also so, als würde ich nicht allein mit den Zweifeln dastehen. Aber es scheint auch, als würden die Männer sich nicht so richtig trauen.
Aber, so schließe ich meine zweifelnden Gedanken ab, die Frauen sind ja auch nicht besser. Das eine Frau ein Foto ihres Liebsten auf dem Schreibtisch stehen hat, habe ich in meiner Berufslaufbahn erst ein einziges Mal gesehen.
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unkita
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06:41
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Sonntag, 18. November 2007
Ein halbes Schinkenohr?
Mindestens zweimal im Jahr (zu Geburtstag und Weihnachten meiner Frau) mache ich mich alleine auf in den Geschäftsdschungel unserer Kleinstadt. Nach getaner Arbeit belohne ich mich dann mit einer Dönertüte. Eine Dönertüte ist hier der letzte Schrei! Sie besteht aus Döner, Pommes, Salat und einem Haufen Soße. Letztere bringt es mit sich, dass man das Gebilde möglichst schnell essen muss, bevor es durchweicht. Dieser Umstand veranlasst den Verkäufer meines Vertrauens (er isst seine Gebilde unter Zeugen selbst) zu meinen, man müsse auch den Verkaufsvorgang möglichst zügig erledigen. Am Samstag bspw. sagte er, nachdem ich meine Bestellung brav aufgesagt hatte: "Schinkenohr Halb?" Ich entgegnete, ich wolle Döner und kein Schinkenohr. Leise Zweifel ob der Vertrauenswürdigkeit keimten in mir auf. Man hört ja in letzter Zeit immer öffter von dem Gammelfleisch.
Beim Wiederholen seines Ausspruches, meinte ich statt Halb nun Kalb verstanden zu haben, was aber seine Frage nicht minder verständliche machte. Der Dönermann wurde langsam ungeduldig. Nicht dass sonst noch jemand im Laden stand, aber offensichtlich lief auf dem im dort installierten LCD-Fernseher (150 Bilddiagonale!) gerade sein Lieblingsvideo.
Dann auf einmal hatte ich es, nachdem ich die zwei Drehspieße entdeckt hatte. Bei dem einen handelte es sich um.... Geflügel. Der gute Mann hatte mich "Chicken oder Kalb" gefragt. Offensichtlich gibt es bei Türken ein sprachliches Problem mit dem Wort "Huhn", ähnlich wie die Chinesen das mit dem "R" haben - oder "chicken" ist ein türkisches Schimpfwort, dass man ungeliebter Kundschaft ungestraft zurufen kann. Was weiß ich... Aber als er mich dann noch fragte,ob ich meinen Döner süß (suss?) haben wollte, war ich mit meinen Nerven am Ende. Erst als er entnervt auf die diversen Soßen zeigt, verstand ich.
Nächstes Mal geh ich zu dem plattdeutsch sprechendem Wurstverkäufer am Markt. Den versteh ich wenigstes!
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unkita
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10:09
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Sonntag, 10. Juni 2007
Unkitas Anlagetipp
Dieser Zeiten wird man ja mit Hinweisen auf "Kursraketen" und Fonds mit mörderischer Performace geradezu tod-gespamt. Um so erstaunlicher, dass noch niemand die echte Goldgrube entdeckt hat. Machen Sie in Bierdeckeln! - ist mein heutiger Anlagetipp. Es steht zu erwarten, dass die Bierdeckel-herstellende Industrie bald expandieret und an die Börse geht.
Grund für meinen Tipp ist unser Grieche um die Ecke. Beim gestrigen Besuch haben wir es zu zweit geschafft, mit unserer nicht außergewöhnlichen Getränkebestellung gleich 10 Bierdeckel zu erhalten. Bei ca. 50-100 Gästen pro Abend macht das 500 - 1.000 Bierdeckel pro Abend, also 12.000 bis 24.000 im Monat und 144.000 bis 288.000 im Jahr.
Wer jetzt behauptet, die Deckel könnten ja möglicherweise mehrfach verwendet werden, auf die vierwöchigen Betriebsferien hinweist und womöglich noch meint, dass man von einem Griechen nicht auf die Gesamtheit des Gaststättengewerbes schließen kann, dem sage ich, er wird nie reich an der Börse werden, denn ein gewissen Risiko gehört halt dazu.
Als letztes Argument sei hier noch angeführt, dass man zukünftig dann immer einen trifftigen Grund hat, auch gegen den Wiederstand der Frau, zum Griechen zu gehen. Schließlich muss ja die Wirtschaft angekurbelt werden!
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unkita
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13:39
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Mittwoch, 25. April 2007
Anti-Aphrodisiakum
Es ist Frühling. Also beste Zeit sich einmal (unter speziellem Blickwinkel) dem Thema "Liebe" zu widmen. Manch einer schwört ja auf Hilfsmittel, wenn es darum gehen soll, das Objekt der Begierde herumzubekommen. Dass das mitunter anders als geplant laufen kann, besingen "Ganz schön feist" im Video.
Es soll ja auch allerhand Lebensmittel geben, die aphrodisierend wirken. Angefangen bei rohen Eiern, Austern, Fleisch über Sellerie, Chili, Kakao bis zu Möhren, Spargel und Bananen (hahaha).
Für mich kommt ja noch am ehesten der Mozzarella als Kandidat in Frage. Aber eigentlich glaube ich nicht daran. Eher schon an das Gegenteil. Also an Anti-Aphrodisiaka. Z.b. Dönner (mit extra viel Zwiebel Alda!) oder Mäusespeck (habe mich als Kind mal daran überfressen. Seitdem steigt die Übelkeit schon beim Geruch der Nascherei in mir auf). Auch von Kohlsuppe glaube ich, dass sie wenig Erotik transportiert.
Natürlich spielt das alles keine Rolle mehr, wenn es sowieso schon heftig brennt. Und es spielt (das weiß sogar ich) nicht nur das Essen eine Rolle. Was mich aber doch interessieren würde, sind eure Highlights an Anti-Aphrodisiaka.
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unkita
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07:59
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Dienstag, 3. April 2007
Von den Freuden der (Lese-)Lust
Die klassische Literatur ist doch immer wieder ein Fundort für nette Zitate. So lässt Flaubert in Madame Bovary einen Priester die Einrichtung des Zölibats mit den folgenden Worten verteidigen:
Wie soll denn ein Priester, der in den Fesseln der Ehe gefangen ist, alleine das Beichtgeheimnis waren können?
Da sage noch mal jemand was vom starken Geschlecht.
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unkita
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09:41
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Labels: Fleischl. Gelüste
Donnerstag, 29. März 2007
Chief Josephs weise Gedanken zum Wochenende
"Am Wochenende unbedingt eine Rauchzeichenfortbildung anregen und vorschlagen, statt der alten Pferdedecke große Schweineschnitzel zu verwenden!"
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unkita
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14:06
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Donnerstag, 8. März 2007
Gedankensplitter zum Tanz
Am Wochenende werden nach lange Zeit wieder mal die Keulen geschwungen. Bedauerlicher Anlass ist die Aufnahme zweier alternden Kölner Damen in den Club der 40er. Der Herr unkita macht dann auch ganz gerne den Eintänzer. Meist ist er leider auch dann noch zugegen, wenn die unvermeintlichen Karnevalslieder zum allgemeinen Rauswurf zu Gehör kommen.
Die Lust am Zappeln entwickelte sich während des (sonst fleißig absolvierten) Studiums. Die dauerverrauchte "Disse" hat sicher eine ordentliche Teerschicht auf meiner Lunge hinterlassen, aber sie hatten dort einfach die beste Musik. Schon damals verstand ich jedoch nicht, warum man vor 23.00 der einzige Besucher war, was dann mit dem Eintritt in das Arbeitsleben ein Grund für das Ende meiner Tanzlaufbahn war. Der verheiratete Mann mittleren Alters geht zudem irgendwie auch nicht mehr tanzen. Warum auch immer.
Umso mehr freut man sich auf Feste, Hochzeiten und Taufpartys, bei denen dann ein Profi Musik macht. Eben den werde ich übrigens auch mal fragen, warum sich seit gefühlten Jahrhunderten die gesamte anwesende Weiblichkeit wie eine Herde Richtung Tanzfläche bewegt, sobald die ersten Takte von "It´s raining men" aus den Lautsprechern tropfen.
Als Student hatte ich übrigens einmal eine Theorie, die den Zusammenhang zwischen Tanz, Sex und der Tatsache, dass sehr häufig eine große Traube Männer vom Rand der Tanzfläche auf die sich dort bewegenden Frauen starrt, erklärte. Ich muss zugeben, dass meine Forschungen eher theoretischer Natur waren. Eine Blitzumfrage bei meinen damaligen Studentenjob-Kolleginnen schien den Zusammenhang auch zu widerlegen. Das direkte Interview vor Ort, um meine Theorie doch noch zu bestätigen, werde ich mir aber auch diesmal verkneifen.
Schließlich will ich tanzen!
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unkita
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07:10
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Labels: Fleischl. Gelüste, Non-food
Montag, 5. März 2007
Du willst immer nur...
Es gibt tatsächlich Hinweise dafür, dass die Herkunft des Wortes "vögeln" damit zu tun haben könnte, dass man sich mit einem besonders wertvollen Geflügel einer Dame näherte, um seine eindeutigen Absichten zu bekunden.
Dass es auf dem Bild hier irgendwie um mehr als um den Verkauf von Fisch und Gemüse geht, ist an diversen Details zu ahnen.
Die tugendhafte Dame erwehrt sich gegen solcherlei unsittliche Angebote selbstverständlich mit Hilfe eines starken christlichen Zeichens: einem Fisch.
P.s.: Die Damen aber beim nächsten Wochenmarktbesuch den Geflügelhändler bitte nicht grundlos mit Schirm oder Fisch verprügeln.
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unkita
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17:16
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Labels: Fleischl. Gelüste, Kunst, Lebensmittel
Dienstag, 27. Februar 2007
Draußen nur Kännchen!
Ich finde es ist Zeit, einmal ein paar Worte zur deutschen Kaffeekultur zu verlieren.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass man im Ausland mit Stolz präsentierte Schilder finden konnte, auf denen „Deutscher Filterkaffee“ als Besonderheit angepriesen wurde. Und das nicht nur in unserem siebzehnten Bundesland auf den Balearen! Etwas mehr Arroganz schlug einem dagegen schon in manchem „Sonntags-Oma-Café“ entgegen. Nicht selten war auf der Terrasse ein „Draußen nur Kännchen!“ im militärischem Befehlston zu hören.
Und heute….? Café Olé, Latte macchiato, Schümli. Espresso & Co beherrschen inzwischen das Kaffeeland. Nun ist gegen eine Erweiterung des Angebotes ja nichts zu sagen, aber nach reiflicher Überlegung, will ich meinen Filterkaffee wieder ins Programm aufgenommen wissen. Und zwar aus den folgenden Gründen:
Latte macchiato
Sicher momentan der Star unter den Kaffees. Nun sieht das Zweiphasen-Gemisch aus Espresso und Milch wie es sich umeinander schmiegt sicher sehr schön aus und bietet Freunden des Wortes auch vielerlei Assoziationsmöglichkeiten philosophischer und sexueller Art.( Gabriel Barylli hat dies zum Beispiel in seinem „Butterbrot“ sehr nett beschrieben.) Aber rein praktisch verbrenne ich mir beim Latte jedes Mal die Fingerspitzen. Und mal ehrlich: Wenn er schmecken soll, muss man ihn doch umrühren.
Espresso
Ist wie ein Quicky. Dagegen ist, wenn es nicht zur Gewohnheit wird, ja nichts zu sagen. Männer haben dabei aber nicht mal die Zeit, mehr als ein oder zwei Bundesliga-Begegnungen des Wochenendes zu analysieren. Frauen können nur die Beziehungsprobleme einer Freundin lösen. Wer glaubt, zwei Expressi oder gar ein „doppelter“ würden das Vergnügen erhöhen, verweise ich auf die eingangs gebrauchte Metapher des Quickys.
Cappuccino, Café Olé/Milchkaffee
Den Cappuccino gibt es als Alternative zum Filterkaffee schon sehr lange. Ebenso, wie beim Milchkaffee, der anfangs gerne in schnell auskühlenden, henkellosen Halbkugeltassen serviert wurde, sind beim Cappuccino die Zeiten da er mit Sahne serviert wurde, gottlob vorbei. Durch die Schaumkrone haben Männer noch Zeit für die 2.Liga und Frauen können der Freundin die neuesten Macken des eigenen Freundes mitteilen, so dass wieder neuer Gesprächsstoff für andere Runden da ist.
All dass hilft aber nicht, wenn man (wie ich) kein Freund es Milchschaums ist. Als Alternative sind sie ok, aber als dauerhaften Ersatz taugen Cappuccino und Café Olé nicht.
Nespresso, Senseo, Cafissimo & Co.
Diese für den Hausgebrauch bestimmtem Varianten sind gut geeignet für den erfolgreichen Single-Hausmann, der morgens schnell auf Betriebstemperatur kommen muss oder am Abend nur wenig Zeit hat, sich zu erfrischen, weil ein abendlicher Termin ansteht. Aber was tun, wenn mal Besuch kommt? Bis der letzte Gast seinen Kaffee hat, will der erste schon wieder Nachschub. Abgesehen davon sind die Pads und Kapseln ökologisch und was den Preis betrifft eine Katastrophe. Aber im muss zugeben. Die Maschinen sehen gut aus. Mit allerlei Accessoires wie Kapselspender und Kakaopulverstreuer ausgestattet, wertet es eine Küche auf.
Tja, so sieht sie für mich aus, die neue Kaffeewelt.
Ich glaube, nächstes Jahr geht es mal wieder nach "Malle", Filterkaffee trinken.
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unkita
um
13:19
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Labels: Fleischl. Gelüste, Getränke, Lebensmittel

