Wie gern würden wir Cäsars Ausspruch nehmen, um über das Thema "Die Eroberung meiner Frau" zu schreiben. Aber - ach, in diesem Falle zogen sich die Römer immer wieder zurück, um sich zu beratschlagen, so dass es beinahe ein Waterloo gegeben hätte. Kein gutes Thema also.
Auch taugt der Titel wenig, um sich über den beruflichen Stand des Schreibenden zu äußern. Sicher, der Job ist ok. Die Bezahlung (inzwischen) auch so, dass wir nicht wirklich klagen können. Aber zu den Machern und Cheftypen gehört der Herr Unkita sicher nicht.
Vielleicht der Sport? - Nun, die Tischtennis- und Volleyballkarrieren des Herren waren nicht ohne Erfolge, aber auch nicht ohne Niederlagen. Die gehören dazu, mag man nun erwidern. Aber es gibt sie doch, diese Siergtypen, die scheinbar nie verlieren. Was haben denn die, was so viele Leute nicht haben. Vielleicht kommen wir so dem Thema so langsam näher.
"Siegertypen": Da fallen uns Josef Ackermann, Helmut Kohl, Harald Schmidt und Lance Armstrong ein. Caesar gehört natürlich auch dazu. Klaus Zumwinkel ist auf dem besten Weg dahin. Die Liste lässt sich sicher beliebig fortsetzen. Aber was verbindet sie, die Siegertypen?
Physiologisch, so vermutet man, hätten Siegertypen ein sehr hohen Serotoninspiegel. Serotionin ist das Glückshormon, das auch in Folge gesteigerten Schokoladenkonsums ausgeschüttet wird. Serotonin macht glücklich und lässt einen zum Beispiel mögliche Rückschläge und Gefahren völlig ausblenden. Es macht also optimistisch. Wahrscheinlich braucht es dass, um ein Siegertyp zu werden. Nichts für den pessimistischen Herrn Unkita. Wir fragen uns dabei (und das nicht nur zu Weihnachten), was denn mit den Verlierern ist. Wenn es Gewinner gibt, gibt es doch auch immer Verlierer. Sicher beim nächsten Mal können auch die wieder gewinnen. Aber Siegertypen gewinnen immer! Oder?
Vielleicht gewinnen sie ja gar nicht immer... Und wenn ja - Vielleicht geht es ihnen mit dem Sieg ja so, wie uns mit dem Mäusespeck. Irgenwann überfrisst man sich daran und kann es nicht mehr sehen. Oder aber es schmeckt nur noch fahl. Wie?, so fragen wir uns - kann man denn den Sieg so richtig genießen, wenn man nie verloren hat?
"Nun mal halb langHerr Unkita", mag man nun einwenden. Ein Siegertyp muss doch ständig um seinen Sieg kämpfen und auf seinem Weg zum Sieger mit Abo hat doch jeder Rückschläge einstecken müssen. Und überhaupt: Auch die oben genannten Herren haben doch bei allen Erfolgen, auch immer auch Rückschläge hinnehmen müssen. Dem können wir zustimmen. Nur glauben wir, dass der Unterschied der ist, dass diese Herren nie wirklich daran gezweifelt haben, dass es für sie am Ende schlecht ausgeht. Das schließt die Personen für die sie Verantwortung tragen natürlich nicht unbedingt ein.
Einen zweiten Unterscheid meinen wir darin auszumachen, dass Siegertypen nie an der Richtighkeit ihrer Ziele zweifeln. Jedes Eingestehen eines guten anderen Arguments, so glauben sie, rüttelt an ihrer Position und würde sie zu Schwächlingen machen. Notfalls, so haben wir bisweilen den Eindruck, halten sie wider besseren Wissens an ihren Positionen fest.
Nun wollen wir zu Weihnachten aber nicht so miesepetrig sein. Denken wir doch an die Dame, die sich nackt auf das Dach stellte und der Haupstraße mit ehrlicher Freude ihr "Veni, vidi, vici mitteilte. Schon am nächsten Tag, als man sie in Verwahrung genommen hatte, wurde ihr klar, dass es wohl kein deuerhafter Sieg war, den sie errungen hatte, -- aber sie hatte doch ihre ehrliche Freude an ihrem kurzen Sieg. Und genau das, scheint uns der Unterschied zu sein.