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Samstag, 20. März 2010

Ver-sand-haus

Schah Ali-Akbar Qavam Davoir wusste jetzt, warum er zukünftig nie wieder im Internet einkaufen würde, ohne vorher ein Bild der Ware gesehen zu haben

Stern von Bethlehem
Dieses Kleinod abendländischer Baukunst wird Ihren erlesen Geschmack weithin sichtbar machen! Gleich den 3 Königen werden die Gelehrten und Weisen von überall her zu Ihnen kommen, durch das heilige Licht geführt, um zu staunen! Die Bauweise kann mit Recht als solide bezeichnet werden und die Technik entspricht den hohen Standards der westlichen Welt. Mit diesem Bauwerk repräsentieren Sie fortschrittliches Denken und werden auch bei den Anhängern eher traditioneller Architektur ein hohes Maß an Bewunderung hervorrufen. Schalgen Sie noch heute zu!

Montag, 9. Juni 2008

Black Friday

Aller zwei Jahre wieder, ist es nun wieder so weit. Der Golf muss zum Tüv. Die wichtigsten Vorkehrungen zur Vermeidung einer "erneuten Prüfung" wurden erledigt: Das Auto wurde gewaschen, der Motorraum von hässlichen Ölrückständen befreit, das defekte Nummernschildbeleuchtungslämpchen ausgetauscht (Das stößt den Typen immer ganz übel auf, wenn das nicht geht.) und die nötigen Papiere liegen für den großen Tag bereit.

Als ich gerade planen wollte, ob ich neben Kaffee, Stullen, Snickers und Co für die Abendstunden der Wartezeit auch ein gute Buch und ein alkoholfreies Bier mit einpacken sollte, dachte ich: "Man kann ja von den TÜV-Leuten sagen was man will, aber Anhänger der Technik sind sie allemal." Also fand ich die Idee mal nachzuschauen, ob man sich dort nicht online einen Termin reservieren kann, nicht ganz abwegig. Und siehe da. Man kann! Nun sind die Herren aber doch noch Beamte alter Schule genug, um das Formular in den Untiefen der Webseite zu verstecken.

Doch der Herr unkita ward fündig. In der Terminübersicht schaute ich nach, welche Termine noch als frei verzeichnet waren und war erstaunt, dass scheinbar noch andere das Formular gefunden zu haben schienen. Viele freie Termine gab es nicht mehr. Aber was ein Glück: Ausgerechnet mein Wunschtermin am nächsten Freitag war noch nicht belegt. Zugegeben 7.30 ist nicht Jedermanns Sache, aber um die Zeit ist es wenigstens noch kühl. Die erwartungsgemäß sehr nüchtern gestaltete Anmeldung war dann (erwartungsgemäß) auch erfolgreich und es kam die Bestätigung per Mail. Hier nun wurde mir endlich klar, warum an dem Tag noch so viele Termine frei waren.

Dienstag, 27. Mai 2008

Ihr lieben Badenser, Schwaben und Gelbfüssler...

... warum, so rufe ich euch entgegen, macht ihr es mir immer wieder so leicht, mein Vorurteil hinsichtlich Eurer Arroganz immer wieder zu bestätigen. Könnte der Kerl der behauptet, kulinarisch gäbe es nördlich von Freiburg nur "Wüste" nicht einfach ein Eskimo sein?

Und warum, so frage ich bitter, höre ich in TF2 bei besonders hochnäsigen Kommentaren so oft ein "le" am Ende vieler Worte und jede Menge Zischlaute in der Stimme der jugendlichen Helden?

"Aber das Wetter!", so höre ich nun den Rest der Welt rufen: Das ist doch unvergleichlich. In der Tat ist es das. Zumdinestens am letzten regnerisch/schwülen Wochenende, da hier im Norden die Sonne schien, war es dort einmalig!

Aber das Letzte (und damit soll nicht das baldige Ende dieses Posts gemeint sein) ist doch, dass die Jungs da unten alle Weißbier trinken (ist wahrscheinlich billiger! ha, das musste sein) und dann hier in den Kneipen lauthals verkünden, die im Norden hätten keine Ahnung vom Wein.

So ihr Luschen. Das musste mal gesagt sein.

Montag, 21. April 2008

Bleichgesichter

Ursula hatte gedacht, sie hätte sich den bekannten Musiker geangelt. Doch als er ihr bei der Hochzeit sagte, das er Grönemeier und nicht Grönemeyer hieß, erbleichte sie. Herbert tat es ihr gleich, war er doch schon wieder das Opfer dieser dummen Verwechslung geworden. Heinz, dem Trauzeugen wich ebenfalls alle Farbe aus dem Gesicht. Er hatte es langsam satt, ewig für Herbert den Trauzeugen zu machen. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tun.

Montag, 7. April 2008

Wetterbericht

Über das aktuelle Wetter gäbe es sicher einiges zu sagen, soll aber nicht das Thema sein. Vielmehr soll es um den Wetterbericht gehen. Das Wetter ist ja immer ein gutes Thema um ins Gespräch zu kommen, wenn sich gerade kein anderes Thema bietet. Um so wichtiger, gut informiert zu sein. Diesem Wunsch kommen die Fernsehsender nun sei es das Fernsehen gibt mit unterschiedlichem Erfolg nach. Kennt noch einer die Wetterkarten auf denen die Hochs und Tiefs (ich glaube aus Filz) angeklebt waren? Die Blue Screen Technik war zwar schon erfunden (erstmals 1933 in King Kong verwendet) aber für das Fernsehen noch zu teuer.

Später dann wurden Filme eingeblendet, die Berechnungen wurden immer genauer und vermeintlich verlässlicher und schließlich wurde mit Herrn Kachelmann sogar noch ein "Unterhaltungsfaktor" eingebaut. Zeitweise gab es sogar 3D-Flüge über ausgewählte Regionen und wenn ich mich nicht täusche, hat man es auch mal mit einer anderen Perspektive auf das Geschehen als probiert.

Heute nun stellt sich der Wetterbericht für mich so dar. Ein gehetzt wirkender Moderator begrüßt sein Publikum mit einem "lustigen" Intro und geht sofort in medias res. Kaum sind die Hoch und Tiefs sowie zahlreiche Wölckchen mit oder ohne vorschauender Sonne eingeblendet, die immer wieder von der in der Luft rührenden Hand des Moderatoren verdeckt werden, folgt der Teil mit dem Wolckenradar oder dem Regenradar oder sonst einem Radar, sofort gefolgt von der wohl größten Ansammlung von Pfeilen, die ihre Position wechseln, die ich kenne. Diese, so hört man, sollen anzeigen, von wo der Wind kommt. Natürlich rührt auch hier der Moderator heftig mit der Hand im Geschehen. Manchmal hat man gar das Gefühl, die Pfeile würden durch seine Hand irgendwie gesteuert.

Am Ende folgt dann noch schnell die 3 Tages-Vorschau und eine Linie, die sowas wie die Sicherheit der Prognose angeben soll und ich beschließe wieder mal, bei der Kleidung das Zwiebelschalenmodel anzuwenden, weil ich keinen blassen Schimmer habe, wie denn nun das Wetter wird.

Samstag, 22. Dezember 2007

Veni vidi, vici

Wie gern würden wir Cäsars Ausspruch nehmen, um über das Thema "Die Eroberung meiner Frau" zu schreiben. Aber - ach, in diesem Falle zogen sich die Römer immer wieder zurück, um sich zu beratschlagen, so dass es beinahe ein Waterloo gegeben hätte. Kein gutes Thema also.

Auch taugt der Titel wenig, um sich über den beruflichen Stand des Schreibenden zu äußern. Sicher, der Job ist ok. Die Bezahlung (inzwischen) auch so, dass wir nicht wirklich klagen können. Aber zu den Machern und Cheftypen gehört der Herr Unkita sicher nicht.

Vielleicht der Sport? - Nun, die Tischtennis- und Volleyballkarrieren des Herren waren nicht ohne Erfolge, aber auch nicht ohne Niederlagen. Die gehören dazu, mag man nun erwidern. Aber es gibt sie doch, diese Siergtypen, die scheinbar nie verlieren. Was haben denn die, was so viele Leute nicht haben. Vielleicht kommen wir so dem Thema so langsam näher.

"Siegertypen": Da fallen uns Josef Ackermann, Helmut Kohl, Harald Schmidt und Lance Armstrong ein. Caesar gehört natürlich auch dazu. Klaus Zumwinkel ist auf dem besten Weg dahin. Die Liste lässt sich sicher beliebig fortsetzen. Aber was verbindet sie, die Siegertypen?

Physiologisch, so vermutet man, hätten Siegertypen ein sehr hohen Serotoninspiegel. Serotionin ist das Glückshormon, das auch in Folge gesteigerten Schokoladenkonsums ausgeschüttet wird. Serotonin macht glücklich und lässt einen zum Beispiel mögliche Rückschläge und Gefahren völlig ausblenden. Es macht also optimistisch. Wahrscheinlich braucht es dass, um ein Siegertyp zu werden. Nichts für den pessimistischen Herrn Unkita. Wir fragen uns dabei (und das nicht nur zu Weihnachten), was denn mit den Verlierern ist. Wenn es Gewinner gibt, gibt es doch auch immer Verlierer. Sicher beim nächsten Mal können auch die wieder gewinnen. Aber Siegertypen gewinnen immer! Oder?

Vielleicht gewinnen sie ja gar nicht immer... Und wenn ja - Vielleicht geht es ihnen mit dem Sieg ja so, wie uns mit dem Mäusespeck. Irgenwann überfrisst man sich daran und kann es nicht mehr sehen. Oder aber es schmeckt nur noch fahl. Wie?, so fragen wir uns - kann man denn den Sieg so richtig genießen, wenn man nie verloren hat?

"Nun mal halb langHerr Unkita", mag man nun einwenden. Ein Siegertyp muss doch ständig um seinen Sieg kämpfen und auf seinem Weg zum Sieger mit Abo hat doch jeder Rückschläge einstecken müssen. Und überhaupt: Auch die oben genannten Herren haben doch bei allen Erfolgen, auch immer auch Rückschläge hinnehmen müssen. Dem können wir zustimmen. Nur glauben wir, dass der Unterschied der ist, dass diese Herren nie wirklich daran gezweifelt haben, dass es für sie am Ende schlecht ausgeht. Das schließt die Personen für die sie Verantwortung tragen natürlich nicht unbedingt ein.

Einen zweiten Unterscheid meinen wir darin auszumachen, dass Siegertypen nie an der Richtighkeit ihrer Ziele zweifeln. Jedes Eingestehen eines guten anderen Arguments, so glauben sie, rüttelt an ihrer Position und würde sie zu Schwächlingen machen. Notfalls, so haben wir bisweilen den Eindruck, halten sie wider besseren Wissens an ihren Positionen fest.

Nun wollen wir zu Weihnachten aber nicht so miesepetrig sein. Denken wir doch an die Dame, die sich nackt auf das Dach stellte und der Haupstraße mit ehrlicher Freude ihr "Veni, vidi, vici mitteilte. Schon am nächsten Tag, als man sie in Verwahrung genommen hatte, wurde ihr klar, dass es wohl kein deuerhafter Sieg war, den sie errungen hatte, -- aber sie hatte doch ihre ehrliche Freude an ihrem kurzen Sieg. Und genau das, scheint uns der Unterschied zu sein.

Freitag, 7. Dezember 2007

Whole "lott"a love

Die einen kommen, der anderen geht...

Was, das versteht keiner? Na, dann nochmal: Gunnar Lott, Chefredakteur der Gamestar, gab jüngst den Abschied von seinem Posten beklannt. Er bleibt dem Verlag zwar erhalten, aber zukünftig fast nur noch für den Onlinebereich. Für mich bleiben nun eigentlich nur noch Christian Schmidt und Fabian Siegismund, deren Artikel ich als Abonnent schätze. Danach fällt das Niveau für meinen Geschmack schnell ab oder aber wird mir zu subjektiv. Soll ich zukünftig nun doch nur noch online lesen? (zumal es die PC Powerplay als mögliche Alternative auch nicht mehr gibt) oder mal eine neue Zeitschrift ausprobieren? Oder werde ich gar zu alt für diese Art der Freizeitbeschäftigung? Dann also doch die Gartenlaube abonnieren?

Und dann wären da noch die geschätzten Renter von Led Zeppelin, die es noch einmal wagen. Wenigstens die hatten sich dem allgemeinen Trend des Wiedervereinigung alternder Rocker ja bisher nicht angeschlossen. Manchmal ist es eben besser zu gehen, wenns am schönsten ist. Andererseits hat es da in der Vergangenheit recht schöne Auftritte alter Bands gegeben. Warum ich das bei Led Zeppelin nicht glaube? Weil zufällig die Best of Best of Best CD vor dem Konzert rauskommt, es nur ein einziges Konzert gibt und die Herren weiß Gott nicht bescheiden sind, was die Meinung über sich selbst angeht. Wer das Heutejournal vor ein paar Tagen gesehen hat weiß, was ich meine.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Harry, fahr schon mal den Bentley vor!

Also, genau wie der Herr Falcon, lese (besser höre) ich ja Harry Potter auch ganz gerne. Momentan bin ich am Ende des 5 Bandes, dass mir bisher am besten gefällt, weil es neben den Schwarz-Weiß-Tönen auch Grautöne bietet. So zum Besipiel als es um Harrys Vater geht, der bei einem virtuellen Besuch noch als kleiner "Macker", der durchaus ungerecht sein kann, erscheint. So weit so gut: Aber nun hat sich die Autorin mal wieder zu Wort gemeldet und das gefällt mir, bei allem Lob für die Idee ihrer Bücher, meist so gar nicht.

Man zitiert sie in der Zeitung dahingehend, dass nur sie Harry Potter wirklich versteht und sie schon jetzt gerichtliche untersagen lassen wird, dass irgendwer eine inoffizielle Fortsetzung der Reihe schreiben wird.

Nun, da frage ich mich doch, wie man eine Fantasiefigur verstehen kann. Vielmehr scheint sie zu meinen, dass sie sich selbst am besten versteht, was zweifellos richtig ist, aber nicht bedeutet, dass nicht andere eine gute Fortsetzung einer Reihe schreiben könnten. Ein Blick in Wikipedia offenbart, was eine "Community" in partnerschaftlicher Arbeit für tolle Inhalte erschaffen kann.

Bliebe die Gefahr, dass jemand oder eine Gruppe nur die Bekanntheit der Marke nutzen wolle, um sich damit zu bereichern und damit die arglosen Kinder zu hintergehen die glauben, es handele sich um eine autorisierte Fortsetzung. Herrschaften: Das kann doch wohl nicht sein, dass eine Autorin in jedem Band dicke durchklingen lässt, wie viel mehr man Kindern und Jugendlichen doch zutrauen kann, es dann aber für unmöglich hält, dass sie eine ggf. schlechte Fortsetzung nicht erkennen. Und was das Bereichern betrifft: Wer von Anfang an so gezielt darauf achtet, dass sogar Schulen nicht ungestraft allein nur den Namen verwenden dürfen, der erweckt in mir den Gedanken, dass es sich da doch sehr um eigene persönliche monetäre Ziele geht. Allen Spenden der Frau Rowling zum Trotz.

Den letzten Band werde ich mir aber trotzdem wieder als Hörbuch kaufen. Rufus Beck ist grandios.

Montag, 15. Oktober 2007

Anna Çe Güller

Wenn die mir seit jeher unsympatische Hanna Schygulla in einem Film noch als eine der interessantesten Besetzungen erscheint, bei näherer Betrachtung ihre Rolle dann aber doch wieder so spielt, wie sie es irgendwie immer getan hat, ist das wohl kein gutes Zeichen.

Tja, und genau so war es dann auch. Die Idee, die miteinander verflochtenen Geschichte einiger Menschen zu zeigen ist nicht neu. Aber Short Cuts hat das konsequenter und besser gemacht. In "Auf der anderen Seite" wirkt alles irgendwie konstruiert. (Neulesbische Freundin, einer in die Türkei abgeschobenen Frau, wird von Jugendlichem mit der Knarre aus der ihr just gestohlen Handtasche erschossen) . Wenn die Konstruktionen denn wenigstens den Sinn hätten, die Sicht auf etwas zu fokussieren, könnte ich ja noch damit leben, aber was am Ende bleibt, ist die Frage "Was soll das?"

Dienstag, 9. Oktober 2007

Wie tief kann man nur sinken...

... höre ich mein treuliebendes Weib noch sagen, als ich mich morgens um 6.15, bewaffnet mit einer Schubkarre zum hiesigen Praktiker aufmachte, um einen der 40 Einkaufsgutscheine im Wert von 500 € zu gewinnen, die es zur Neueröffnung des Baumarktes zu gewinnen gab.

Ich mag peinliche Auftritte gar nicht und versuche sie in meinem Leben daher möglichst zu vermeiden. Aber 500 € mag ich auch. Und der Gedanke, dass mit Sicherheit kaum ein Mensch in meiner Wahlheimat sich so dermaßen zum Affen machen würde, sich mit einer Schubkarre zu nachtschlafender Zeit vor einen Baumarkt zu stellen, verleitete mich dazu, meine Gewinnchance als relativ hoch einzuschätzen.

Die erste Überraschung war, dass ich um 6.20 bereits zu den "Spätankömmlingen" zählte. Die zweite Überraschung war die Tatsache, dass mindestens 200 Leute mit ihrer Schubkarre vor dem Praktiker standen. OK - 1:5 ist keine so schlechte Chance. Und damit kommen wir zu Überraschung 3: Ich habe nicht gewonnen.

Meine ganze Ausbeute bestand aus: einem Putzeimer, zwei Kaffees, einer Parkscheibe und einem Bieröffner, als mir mein kopfschüttelndes Weib gegen 8.00 die Haustür öffnete, weil ich zu durchgefroren war, um den Haustürschlüssel zu benutzten.

Und was das Schlimmste ist - Ich würde es wohl wieder machen...

Dienstag, 25. September 2007

Barfuss im Regen

Gerade eben, ich sitze in der S-Bahn, schaue mich neugierig um, sehe ich einen der in Frankfurt häufig anzutreffenden beanzugten Bänkertypen, der ein Hochglanzmagazin liest. Nicht sonderlich aufregend, mag man denken. Das kleine Detail, dass der Herr Barfuss in der S-Bahn saß, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

In solchen Fällen überlege ich mir ja gerne, was wohl passiert ist, damit es zu einer solchen Situation kommen kann.

Meine ersten Einfälle seien nun hier präsentiert:

1. Der Typ hat seine Schuhe am Abend im Hotel zum Putzen vor die Tür gestellt und ein Spaßvogel hat sie ihm geklaut. (Verworfen, weil Typen die in solchen Hotels absteigen, garantiert die Kohle haben, sich gleich 5 Ersatzpaare kommen zu lassen.)

2. Es handelt sich um einen Penner, der bei der Altkleiderverteilung unheimliches Glück gehabt hat, aber bei den Schuhen zu spät war. (Verworfen, weil er für die Uhr, die am Handgelenk funkelte, mindestens 5 Paar Schuhe hätte tauschen können.)

3. Der Mann hat enorm mit Fußschweiß zu kämpfen und versucht seinem Leiden mit einer neuen indischen Heilmethode Herr zu werden. (Verworfen, weil seine Sitznachbarn alle noch auf den Sitzen saßen)

4. Der Herr kommt gerade von einem dieser Managerseminare, bei denen man über glühende Kohlen läuft ohne Schmerzen zu haben, weil man an sich glaubt - oder so. (Verworfen, weil keinen Brandflecken an den Füssen zu entdecken waren und auch das beseelte Lächeln fehlte.)

5. Es handelt sich um einen Wette, und der Mann wird am Ende des Tages dafür das Sportboot, die Villa und den Ferrari bekommen. (Verworfen, weil bei ihm keinerlei Anzeichen zu entdecken waren, dass auch nur ein Nanogramm Adrenalin in der Blutbahn zirkulierte.)

Als ich ausstieg, konnte ich einen Blick auf sein Hochglanzmagazin werfen. Es war ein Modemagazin... Ich hätte es mir ja gleich denken können.

Freitag, 3. August 2007

Und nun zur Börse

Kann sich noch jemand an die Männer erinnern, die man vor gefühlt 100 Jahren ab und an gesehen hat, wie sie auf riesigen Leitern die Nachkommazahlen an den Preissäulen der Tankstellen per Hand auswechselten?

Heute geht das ja bekannterweise alles elektronisch. Weniger bekannt ist, dass der Tankstellenpächter die Preisänderungen gar nicht mehr selbst vornimmt. Die Preise werden zentral gesteuert, so dass es vorkommen kann, das kurz bevor man zur Zapfpistole greift, der Preis geändert wird.

Auch nicht so schlimm. Der Hammer aber ist, dass die Mineralölkonzerne inzwischen eine Art Börsenspiel an den Tankstellen eingeführt haben und die Preise bis zu 4 x!!!! am Tag ändern.
Morgens 1,38, Mittags 1,30, Nachmittags 1,36, am Abend 1,35. Preissprünge von 8 Eurocent sind nicht die Ausnahme.

Als Benzin-Noob stelle ich mir da doch die Grönemeyer-Frage: Was soll das? Mit Angebot und Nachfrage hat das doch überhaupt nichts mehr zu tun. Eher damit, die Leute zu verwirren.

Wie gesagt, es erinnert viel mehr an die Börse: Wenn der Preis günstig ist: Kaufen und in Fässern im Keller lagern - und wenn der Preis wieder steigt, verbrauchen.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Heute: "Technikschulung"

Also, mein mp3-player hat jüngst seinen Geist aufgegeben, nur weil ich mal auf ihn getreten habe. Da dachte ich mir, kaufst du dir fluchs einen neuen, auch wieder von Creativ, weil der alte ja sonst nicht so schlecht war. Und weil es schnell gehen sollte, stand ich 10 Minuten später beim Media-Markt

Allen Verlockungen der Werbung zu trotz, habe ich auf sämtliches Gedöns in Richtung Farbdisplay, 12band-Equalizer etc. verzichtet und mich auch nicht zu einem Superflachgerät mit Akkus (nattürlich ohne Ladegerät) überreden lassen.

Als technisch durchschnittlich gebildeter Bürger war für mich lediglich wichtig, dass die Hörbücher und die Musik zügig auf den Player kommen. Also... klar: USB 2.0

Das USB 2.0 = USB 2.0 ist dachte ich bis dahin. Nun weiß ich, dass USB 2.0 auch USB 0.01 sein kann, denn (wie man übrigens auch bei Wikipedia nachlesen kann):

Wird die Schnittstelle eines Geräts mit „USB 2.0“ angegeben, heißt das nicht unbedingt, dass dieses Gerät auch die hohe Datenrate von 480 MBit/s anbietet. Standpunkt der Anbieter ist dabei, dass ein USB-2.0-kompatibles Gerät grundsätzlich jede der drei Geschwindigkeiten benutzen kann und die 2.0-Kompatibilität in erster Linie bedeutet, dass die neueste Fassung der Spezifikation eingehalten wird. 480 MBit/s dürfen also nur erwartet werden, wenn ein Gerät mit dem Logo „Certified USB Hi-Speed“ ausgezeichnet ist.

Überflüssig zu sagen, dass das von mir erworbene Gerät nicht der High-Speed Spezifikation entsprach. Ganze 20 Minuten, um 1 GB auf das Gerät zu schnecken. Also fluchs wieder umgetauscht und die Verkäuferin ["Aber das ist 2.0! 2.0 ist gut"] dann schnell noch nachgeschult.

So, liebe Susi, ich kann mich nun nicht entscheiden, welchen der zahlreichen Player ich haben will, weil die Standardplayer alle nicht 2.0 zertifiziert sind und mich niemand im Geschäft mal probehalber die Player bespielen lässt.

Irgendwelche Vorschläge?

Donnerstag, 14. Juni 2007

Do it yourself

Als die Gemüsewaagen kamen, dachte ich, mehr werden sie sich nicht trauen, dann kamen die "Zieh-dein-Zeug-doch-selber-rüber" Scannerkassen - und ich dachte, das ist nun aber der Gipfel. Doch der war noch lange nicht erreicht:Wahrscheinlich gibt es Bierextrakt im Teebeutel dazu.

Dienstag, 1. Mai 2007

Forscherteam

Rüdiger (Tontechniker): "Also, ich sehe nicht wo genau das Gegrunze entsteht."

Micha (Diätassistent): "Wo kommen nur die ganzen Schnitzel her, wo das Schwein innen ganz hohl ist."

Ruth (nicht im Bild): "Vielleicht solltet ihr eure Forschung nicht unbedigngt an einem Sparschwein vornehmen."

Donnerstag, 12. April 2007

Einer geht noch....

Starbengel


Barstengel

Mittwoch, 11. April 2007

Mit den Augen verzehren

Nein, es geht hier nicht um eine öffentliche Liebeserklärung an meine Frau. Auch die weibliche Darstellerin der Signora Elettra aus den Brunetti-Filmen oder die junge, unaufgepumpte Demi Moore sollen nicht bemüht werden. Es geht um... Natürlich!

Genauer gesagt, geht es um die Beleuchtung beim Essen. Mein Weib und ich sind da unterschiedlicher Meinung. Sie findet Kerzen schön und findet diese als alleinige Beleuchtung im Winter auch durchaus ausreichend. Ich entgegne, dass ich die Komponenten auf meinem Teller gerne unterscheiden würde und plädiere für mehr Licht. Es muss ja nicht gleich Neon sein. "Das liegt an deinen Computerspielen, dass du diese Lichtallergie hast" kommt dann mitunter als völlig abwegiges Gegenargument. Soweit, so gut. Für den Winter haben wir inzwischen einen Beleuchtungskompromiss gefunden.

Jetzt steht aber der Sommer bevor. Und im Sommer wollen alle Frauen der Welt auf dem Balkon/Terasse frühstücken, Kaffee trinken und zu Abend essen. Alle!!!
Nun gehört diese Art der Nahrungsaufnahme, bei der ich mit einer Sonnenbrille (womöglich auch noch schwitzend) auf dem Balkon sitze und Heißgetränke oder warme Speise verzehre, für mich durchaus in den Bereich der Folter. Bedingt durch die Sonnebrille sieht alles braun aus. Der Schweiß, der mir den Nacken herunterrinnt, ist unangenehm und scheint mit der Butter um die Wette zu laufen, während Käse und Wurst ebenfalls ihre Schweißporen öffnen.

Lediglich an Sommerabenden, wenn die Sonne untergeht und es endlich etwas kühler wird, kann ich beim Rest der Flasche Wein bis in die Nacht auf dem Balkonm sitzten und die Welt mit meinen grandiosen Ideen wieder mal retten oder wenigstens verbessern. Dann aber wird es der Frau häufig "ein wenig zu frisch..."

Sonntag, 18. März 2007

Buntes Treiben

Herrlich, Stunden auf dem Sofa lümmeln, ab und an mal mit dem Fernglas zu den Vögeln auf dem Balkon schielen - um dann nochmal 1,5 Std. dafür zu brauchen, um herauszufinden, dass es sich dabei wohl um Zeisige handelt. Mehr geht nicht. Mehr muss auch nicht.

Mittwoch, 7. März 2007

Sim Garten

Der Plan...
Der Widersacher:

Die Lösung:
Plan B:

Wahrscheinlicher Ausgang C:

Mittwoch, 7. Februar 2007

Alle Kisten ausgepackt...

So, 143 Posts in einem Monat. Damit bin ich wohl Blogger-König. Habe alle Posts (die meisten sogar mit Bild) hier wieder eingestellt. Leider sind dadurch alle Kommentare weg. Genug Strafe für die eigene Blödheit.

Aber vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust während meines Urlaubes in den alten Posts zu stöbern und zu kommentieren...

Heh, einige sind es sogar wert!