How to Hot Dog
Aber es geht auch anders. Daher hier für alle Freunde der schnellen Wurst meine Tipps!
1. Die nötige Grund-Stabilität bekommt ein Hot Dog durch das Brötchen. Dieses sollte daher zwar längst aufgeschnitten, aber nicht ganz durchgeschnitten sein. Die Kunst besteht darin, soweit zu schneiden, dass genug Soße reinpasst, aber nicht soweit, dass es zum Riss durch Aufweichen kommt. Das vorherige Toasten verleiht dem Brötchen mehr Stabilität. Es sollte daher nicht vergessen werden.
2. Die Wurst sollte der Gattung Frankfurter oder Pølser entstammen. Das Rot der Pølser ist Geschmackssache. Auf keinen Fall sollte die Wurst aber zu dick sein. Dann bekommt man ein böses Soßenproblem. Ab dem Zeitpunkt, zu dem die Wurst im Brötchen ist, muss der Hot Dog zügig weiterverarbeitet werden da ab jetzt das Erkalten droht und damit das Geschmackserlebnis arg getrübt wird.
3. Der nächste Schritt ist das Aufbringen der Soßen und damit die heikelste Situation der Zubereitung. Die Erfinder des Hot Dogs haben vorgesehen, dass man alle 3 Soßen (Ketchup, Senf und Remoulade) benötigt, um ein vollwertiges Geschmackserlebnis zu haben. Ich habe mich schon oft gefragt, ob man die Soßen nicht gleich zu einer mischen könnte. Das würde vieles vereinfachen. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass das optische Ergebnis den Geschmack deutlich trüben würde.
Die Soßen müssen links, rechts und auf der Wurst positioniert werden. Hierbei ist darauf zu achten, am Ende und am Anfang des Brötchens eher sparsam zu sein, da es durch die mechanischen Kräfte beim Zubeißen zu einem Schub der Soßen in diese Richtungen kommt. Die Soße der man die größte Zuneigung entgegenbringt, sollte auf der Wurst zum Einsatz kommen. Hier ist der meiste Platz. Man kann zudem auch die aus dem Brötchen hinausragenden Wurstteile "besoßen".
4. Als nächster Schritt müssen die Röstzwiebeln eingearbeitet werden. Diese geben dem Hot Dog die innere Stabilität, vergleichbar mit dem in Beton eingearbeiteten Eisenstäben. Sie erhöhen die Viskosität der Soßen und sind daher unverzichtbar. Wer Röstzwiebeln nicht mag, muss bei der Soße große Abstriche machen oder sollte gleich zum Hamburger greifen.
5. Als letzter Schritt wird das Bauwerk mit Gurke belegt. Auf gar keinen Fall sollte das Belegen mit Gurkenscheiben vor der Einarbeitung der Zwiebeln erfolgen. Das austretende Gurkenwasser verwässert die Soßen und verringert die Viskosität. Da der Verwässerungseffekt auch trotz Röstzwiebeln eintritt, ist der baldige Verzehr des Hot Dogs nach Gurkenbelag anzuraten. Unnötige Diskussionen darüber was man dazu trinkt oder das Wetter sollten zurückgestellt werden.
Wer all dies beachtet, dem steht ein ungetrübter Fast-Food-Genuss bevor. Zum "Üben" empfehle ich aus Preisgründen den Besuch eines großen schwedischen Möbelhauses.














