Posts mit dem Label Lokales werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lokales werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. April 2010

Carpe diem!

Als ich vor 5 Jahren aus Köln wegzog, stand es groß an der Litfaßsäule: Abschiedstournee! Er ging also - und ich betrachtete es als gutes Ohmen für meine eigene Zukunft im Norden, dass durch sein Gehen alles irgednwie besser werden würde. All meine Abscheu vor dem, was in meiner Jugend an deutscher Musik so produziert wurde, fand in dem weichgespülten Vorzeige-Schwiegersohn seinen Fokus für mich. Er ging also und ich hoffte auf bessere Zeiten.

Hätte ich nur die Spuren im Sand besser gelesen! Erst schickte er seinen Sohn vor, den er tanzen ließ und verkuppelte ihn mit einer deutschen Schlagersängerin, die auch irgendwie wieder in diese Vorzeigeschublade passte. Dann trat er selbst in Talkshows auf und äußerte sich (oder auch nicht) zu politischen Themen. Und jetzt? Jetzt "commt" er wieder. Auf den Litfaßsäulen ist es gelb auf schwarz zu lesen! (Ob das nun politisch gemeint ist?)

Womit haben wir das verdient? Wer hat das angestoßen? Erleben wir gerade wieder so etwas wie die Renaissance des schlechten Geschmacks? Howie!- bitte geh wieder!!

Freitag, 26. März 2010

Dr. Mordin im Hamburg

Massigimherbst-Nebel - System Deutschland - Planet: Hamburg

+++ 2-Tage-Besuch in Hamburg wegen Teilnahme an Seminar +++ Alte Heimatstadt verursachte sentimentale Gefühle, da Anreise durch Arbeiterviertel führte, in dem ich selbst zum Zwecke der Ausformung meiner Persönlichkeit 21 Jahre verbrachte +++ Viertel ist heute gekennzeichnet durch Versuch, möglichst viele Personen mit niedrigem Einkommen, aber möglichst vieler Nationalitäten und Glaubensrichtungen auf engem Raum unter schlechten Bedingungen unterzubringen +++ Besagtes Viertel wird 2013 Austragungsort einer internationalen Gartenshow +++ Dazu große Umbauten von Nöten +++ Vergleich mit ähnlichen Fällen in anderen Systemen egibt hohe Wahrscheinlichkeit, dass Stadtteil danach zunächst von Studenten, Künstlern und dann gut verdienenden Singles bevölkert wird +++ Menschliche Rasse spricht von Hype oder Sceneviertel +++ Auswirkungen dieses Prozesses durch kein Modulationsmodell vorhersagbar +++ Erste Anzeichen für Hype aber bereits feststellbar: Lesezeichen mit Aufdruck "Wilhelmsburg" in Buchhandlung als einziger Stadtteil ausverkauft.+++ Weitere Erkenntnisse: Hamburger offensichtlich vielfach romantisch verklärt +++ Große Wertschätzung durch Seminarteilnehmer einer Cocktailbar im 9 Stock des Hotels in dem Seminar stattfand +++ Zu 100% genannter Grund: Großartig titulierte Aussicht in der Nacht über hygienisch bedenkliches Hafengebiet +++ Weiteres Indiz für Sentimentalität: Großer Erfolg von Musical über Löwen in eben diesem Hafengebiet, dessen Geschichte auf Kinder zugeschnitten ist. +++ Letzte Erkenntnis: Bestimmte Gruppierung der Hamburger muss monetär erheblich bessergestellt sein, als in anderen Systemen +++ Anders ist neue Hafencity mit extrem hohen Grundstückskosten und Mieten nicht zu erklären +++ Grund für finanzielle Besserstellung nicht bekannt +++ Aufklärung von Finanzbehörde offensichtlich nicht gewünscht +++ Forschungsprojekt: Grund ermitteln, warum Franzbrötchen nicht über Stadtgrenzen hinaus bekannt und geschätzt werden.

Montag, 15. März 2010

After Eight

Wo wir gerade bei der Werbung sind: Seit nunmehr 8 Jahren habe ich die Ehre, von Amts wegen als der Mann meiner Frau gelten zu dürfen. Danke Weib, dass du es schon so lange mit mir ausgehalten hast! Was soll man dem noch hinzufügen? Vielleicht etwas Werbung? "Wenn einem so viel Gutes widerfährt, dass ist schon..."  - Keine Sorge, heute Abend geht es in eine Weinstube, da gibt es das Zeug nicht.

Montag, 23. Juni 2008

Eifellhochzeit

Am Wochenende ging es zu einer Hochzeit von Freunden in die Eifel. Wer es nicht weiß, man ist dort meist Bauer und allermeist katholisch. Als Ex - Evangelist war dies mein erstes Zusammentreffen mit dem Katholizismus bei einer Hochzeit. In meiner Kölner Zeit ist das Treffen irgendwie nie zustande gekommen.

Die Zeremonie begann meinen Erwartungen nach damit, das der Pope sich ausführlich darüber ausließ, dass das was Gott zusammengeführt, nicht vom Menschen… usw. Was mich dann aber wirklich erstaunte, war dass die Katholiken offenbar einen einstudierten Ritus bei Trauungen oder gar bei Gottesdiensten ganz allgemein haben. Zunächst steht man ca. jedes zweite oder dritte Lied auf. Für mich nicht erkennbar, nach welcher Regel. Dann weiß die Gemeinde genau, wann in welchem Gebet man etwas einwirft. Was habe ich leider so gut wie nie verstanden. Aber es war mehr als ein schlichtes "Amen". Positiv vermerken konnte ich, dass das Liedgut irgendwie fröhlicher als bei den Evangelisten ist. Das kann aber auch an der Auswahl des Paares gelegen haben. Sehr schön auch, dass die Songs kürzer sind, als ich es von der Konkurrenz kenne.

Highlight der Veranstaltung war der Küster, der (im wahren Sinne) Gott sei Dank den Großteil der Zeremonie durchführte. Traute er sich doch ganz öffentlich zu verkünden, dass sich die beiden während des Kölner Karnevals näher gekommen sind, der bei der katholischen Kirche gleich nach Blasphemie in der Liste der Todsünden steht.

Schön auch war, dass man bei den Katholiken keinerlei Hemmungen hat, die Lieder, deren Texte selbstverständlich alle auswendig kennen, aus vollem Halse mitzusingen. Mitunter entspannte sich sogar eine Art Gospel zwischen dem Küster und der Gemeinde. Auch hier wieder ungewöhnlich, dass alle wussten, wer wann was zu singen hat. Klar, dass auch das Vaterunser gesungen wurde.

Aber auch in der Eifel scheint sich die Kirche in Zukunft etwas wärmer anziehen zu müssten. Bei der abschließenden "Kommunion?" knieten sich nur ca. 80% der Anwesenden auf die Fußbank.

Bleibt abschließend nur noch festzuhalten, dass die Damen (es waren wirklich nur Damen!), die am inbrünstigsten am Gottesdienst teilnahmen, dann später die waren, die auch am inbrünstigsten tanzten, was vermuten lässt, dass meine vor Jahren hier mal ausgeführte Theorie über die Symetrie von Tanz und Sex ggf. noch um das Gebet erweiterbar wäre.

Allerabschließend möchte ich aber noch bemerken, dass ich mich hier nicht über Gläubige Menschen lustig machen will. Es geht mir schlich darum, meinen persönlichen Eindruck zu schildern.

Dienstag, 27. Mai 2008

Ihr lieben Badenser, Schwaben und Gelbfüssler...

... warum, so rufe ich euch entgegen, macht ihr es mir immer wieder so leicht, mein Vorurteil hinsichtlich Eurer Arroganz immer wieder zu bestätigen. Könnte der Kerl der behauptet, kulinarisch gäbe es nördlich von Freiburg nur "Wüste" nicht einfach ein Eskimo sein?

Und warum, so frage ich bitter, höre ich in TF2 bei besonders hochnäsigen Kommentaren so oft ein "le" am Ende vieler Worte und jede Menge Zischlaute in der Stimme der jugendlichen Helden?

"Aber das Wetter!", so höre ich nun den Rest der Welt rufen: Das ist doch unvergleichlich. In der Tat ist es das. Zumdinestens am letzten regnerisch/schwülen Wochenende, da hier im Norden die Sonne schien, war es dort einmalig!

Aber das Letzte (und damit soll nicht das baldige Ende dieses Posts gemeint sein) ist doch, dass die Jungs da unten alle Weißbier trinken (ist wahrscheinlich billiger! ha, das musste sein) und dann hier in den Kneipen lauthals verkünden, die im Norden hätten keine Ahnung vom Wein.

So ihr Luschen. Das musste mal gesagt sein.

Freitag, 2. Mai 2008

Tut Tut ein Auto


Heute bin ich durch Zufall auf meine allererste Lektüre gestoßen. (Nun ja, sagen wir mal zwangsverordnete Lektüre). Es handelt sich um mein Leseschulbuch mit dem Titel "Tür und Tor". Die Bedeutung des Titels ist mir aber bis heute verschlossen geblieben.

Damals hießen die Helden des Buches noch Jochen und Grete. Der Hund hieß, glaube ich, "Zottel". Man verfolgte damals noch den "ganzheitlichen Ansatz" beim Lesen und... der Autor muss Lüneburger gewesen sein. Seht selbst:

Montag, 14. April 2008

Klassentreffen

Am Samstag war es soweit. Gut, es hat 27 Jahre gedauert, aber was lange währt... Wir hatten also Klassentreffen. Zunächst hat mich das ja auch gefreut, dann dachte ich mir: "Und wenn das jetzt so eine 'Mein Haus, meine Frau, mein Boot-Veranstaltung' wird?" Dementsprechend gemischt waren dann plötzlich auch meine Gefühle, aber im Großen und ganzen war es dann wirklich sehr unterhaltsam. Da niemand die Akteure kennt, erspare ich mir lustige Anekdoten, die hier wohl niemanden wirklich interessieren. Aber ich kann ja mal schildern, was meine ersten Vermutungen bezüglich der Lebensplanung und deren Umsetzung des Abi-Jahrganges 1981 sind und was sonst noch so war.

1. Der Hamburger verhält sich statistisch korrekt. Nahezu alle sind verheiratet und haben zwei Kinder (1 Junge, ein Mädchen). Den Ausreißer mit 4 Kindern macht ein gewisser Herr Unkita mit null ststistisch wieder wett.

2. In Bezug auf das Erwerbsleben scheint es zwischen Resignation (Zenit überschritten, keine rechte Motivation mehr, Desillusion,...) und Hardcoremalcoche (Es macht tierisch Spaß, aber vor 20.00 bin ich selten zu Hause. Eigentlich bekomme ich von den Kindern viel zu wenig....) wenig zu geben.

3. Meine allererste Freundin hat sich zu einer recht oberflächlichen Frau entwickelt. Das berührt mich irgendwie unangenehm.

4. Der Klassenkasper, also der, der von allen anderen immer aufgezogen wurde, hat sich erstaunlich entwickelt. Am beeindruckensten: Er hat es geschafft aus seinen Eigenarten gewinnbringend einzusetzten

5. Nach 3 Stunden hatte ich auf einmal das Gefühl im Gespräch auf dem Pausenhof zu stehen.

6. Zeitlebens hörte ich, in der undiszipliniertesten Klasse der ganzen Schule zu sein. Nachfragen bei anwesenden Lehrern ergaben: Es war gar nicht so schlimm.

7. Ich musste nach 27 Jahren erfahren, dass die Mitschülerin des Mathe-Leistungskurses, mit den Nachnahmen einer ortsansäßigen Bäckerei mit dieser gar nichts zu tun hatte.

8. Neben der Arbeit ist für einen sehr großen Teil der Leute die Schule ein großes Thema und diesbezüglich scheint es wohl reichliche Unzufriedenheit zu geben.

9. Wenn Männer mit Mitte 40 noch richtig schlank sind, hat meistens die Frau die Hände im Spiel.

10. Man wohnt im Süden von Hamburg, nicht im Norden.

Die Liste ließe sich sicher noch lange fortführen. Aber mich interessiert natürlich auch, wer ähnliche oder ganz andere Erfahrungen hat.

Freitag, 18. Januar 2008

Theksi - oder "Lass deinen Vorurteilen freien Lauf"

Zugegeben, es sind meist Anglizismen, aber es gibt auch urdeutsche Worte, bei denen man an der Aussprache sehr deutlich merkt, worum es geht - und, je nach Mundart, eine gewisse Bedeutung in das Wort legen kann.

1. Das Wort als solches
Da hätten wir zum Beispiel das Wort "Party". Das lang gezogene "a" erinnert an "Aahhh", das "r" etwas so gesprochen wie das Schnurren einer Katze vermitteln etwas wohliges und das "y" als "iihh" gesprochen erinnert an Cowboys und Indianer auf ihren Pferden. Da sage noch mal einer, damit wäre eine Party nicht gut charakterisiert.

Ähnlich verhält es sich mit dem Wort "Sex". Das zischende "S" vermittelt, dass es wohl um etwas Aufregendes geht. Das kaum wahrnehmbare "e", dass es sich aber wohl auch um keine überaus lange Angelegenheit handelt. Na, und das "x" (sprich "ksssss") verspricht zumindest einen langen "Nachhall".

Als drittes Beispiel soll die "Maloche" herhalten. Was für Leiden kann man nicht in das "a" und "o" legen - und das abschließende "e" bietet noch mal Möglichkeit seine ganze Verachtung (äähhh) hineinzulegen.

2. Das Wort in seiner regionalen Färbung
Was aber, wenn der Hesse eine Party feiert, der Schwabe Sex hat und der Berliner malocht?
der Hesse "macht Paddi", der Schwabe hat "Theks" und der Berliner "mal-oohch-t". "Paddi machen" erinnert irgendwie schwer an "Pipi machen", an blödes Mädchengegacker und aufgesetzte Fröhlichkeit. Und? - Wer einmal einen hessischen Karneval (womöglich noch in Giessen) erlebt hat, weiß wovon ich spreche. Ich will das nun um Gottes Willen nicht zu sehr verallgemeinern. Aber für Giessen gilt es.

Ja und der Schwabe. Der hat natürlich nie selbst "Theks". Sondern er spricht lieber über den der Anderen. Da es sich da in fast jedem Fall um etwas Verabscheuungswürdiges handelt, kommt dies natürlich auch bei der Aussprache zur Geltung. Unerotischer kann man "Sex" gar nicht aussprechen. Ein Wunder, dass die Schwaben überhaupt Nachkommen haben.

Na- und der Berliner. Er "mal-oohch-t". Bei der Aussprache kommt vieles das herüber, was Wowereit mit seinem Ausspruch "Berlin ist arm, aber sexy" transportieren wollte. Will heißen:" Ikke schuffte jeden taach schwer, wa - aber das macht mir nüscht. Weil meine Ische mich lieben tut. Und mit den feinen Herrschaften hab ikke sowieso nüscht am Hut." Diese Haltung ist so sympatisch, dass man sich fast entschuldigen muss, wenn man anregt, an dem Zustand mal was zu ändern.

3. Die regionale Spezialität
Besonders interessant ist ja sprachlich, die regionale Bezeichnung für bestimmte "Speisen". So kann man doch die kompakte, viel zu große rundliche Semmelbröselgranate in Berlin gar nicht besser bezeichnen, als mit dem Wort "Boulette". Nur "verzauberte Schrippe" passt noch besser.
Die bayerische Variante "Fleichpflanzerl" vermittelt, dass der Bayern meint, wegen der enthaltenen Zwiebeln handele es sich eigentlich um ein Gemüse, was aber in Bayern natürlich kein Essen für wahre Kerle ist. Daher muss noch schnell der "Fleisch"-Vorsatz dazu.
In die norddeutsche Frikadelle (Sprich "Friekahhdeelle) wiederum wird gerne eine gewisse Arroganz gelegt, die vermittelt, dass es sich allerhöchstens um eine verzehrswürdige Speise handeln könnte, wenn solche aus edlem Fisch zubereitet wäre. Zudem erinnert das "deelle" immer an kaputte Autos und Autoreifen. Dinge, von denen man hier annimmt, sie seine sowie Bestandteil von Frikadellen. Bleibt noch die Variante "Klops" (sprich Klobbss). Welche Form, wenn nicht rund und am besten noch etwas angetrocknet sollte ein Klops bitte haben?

Bevor ich nun den Unwillen von den Bewohnern aller Regionen Deutschlands auf mich ziehe, höre ich für heute auf und hoffe auf reichlich Widerspruch.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Darfs noch was Fisch sein?

Für Frau Floh und Frau Meise...

Nicht alle Stinte (Name des Fisches) stammen von Kermit ab


Was wären die Politiker, wenn Sie nicht jeden Chance zur Werbung nutzen würden


Haut couture...


Der Angler und der Discostint


Fischbulette


Wegweiser-Stint


Fischschwarm


Leider nicht auf den Bildern: Der ICE-Stint am Bahnhof und die geklauten Heidschnuckenstinte...

Montag, 10. Dezember 2007

Liebeserklärung an meine Stadt

Es sind diese kleinen Dinge, die für mich den Unterschied machen zwischen Frankfurt, mit seinem 100.000 Watt Bleistift-Wolkenkratzer in Weihnachtsbeleuchtung und Lüneburg mit dem Mützchen auf den Plastikfischen.


Donnerstag, 6. Dezember 2007

Sag mir deinen Nachnamen und ich sage dir....

... tja, was eigentlich? Zumindest etwas darüber, wie heimatverbunden die eigene Sippe ist. Zumindest, wenn man - wie meine Frau und ich- relativ seltene Nachnamen hat.
Sieht man sich die erste Karte mit meinem Nachmanen an, findet man eine recht gleichmäßige Verteilung über ganz Deutschland, mit Häufungen in Hamburg (mein Geburtsort), Berlin und Dresden (da gibts einen ollen Maler, quasi der Berühmteste meiner Verwandtschaft) MeVoPo haben wir gar ganz in der Hand. OK- bis auf die Müritz.

Und dann meine ostwestfälische Frau. Gerade mal bis Northeim ist man von Gütersloh aus gekommen. Einer hat sich gar bis nach Berlin getraut. Aber ansonsten bleibt man wohl lieber unter sich.


Wer auch mal will, versuche sich hier

Samstag, 24. November 2007

Selbsterfahrungs-Wochenende

Dieses Wochenende, obwohl gerade mal angefangen, ist mein Selbsterfahrungswochenende. Wäre ich jetzt mit einer Betroffenengruppe in der Toskana, würde das sicher einen Haufen Geld kosten. Hier ist es umsonst. Grund genug, die Welt an meinen Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Also... Was ich über mich gelernt habe:

1. Wenn das Weib weg ist, schneide ich mir beim Kochen immer, wirklich immer, heftig in den Finger. --> Der Besuch beim Griechen ums Eck scheint ungefährlicher.

2. Ich bin der mieseste Geschenke-Einpacker aller Bundesländer, in denen ich schon mal gelebt habe. Warum muss ich dann auf die blöde Idee kommen, dieses Jahr mal einen selbst gebastelten Adventskalender zu gestalten?
-->Nächstes Jahr unbedingt nach Covenience-Geschenken ausschau halten.

3. Tchibo würde gerne haben, dass ich meinem Weib die namentlich passenden Ohrringe, Ketten und Ringe in Gold-Silber-Kombi schenke, nur wegen des Namens. Da haben sie sich aber geschnitten!
-->Äh, schlechtes Wortspiel, irgendwie....

4. Die Leute die im hiesigen Mediamarkt am Samstag um 16.00 Uhr anzutreffen sind, entsprechen tatsächlich dem Werbeniveau.
--> Mediamarkt eigentlich zukünftig konsequent boykottieren!

5. "Westworld" gekauft und nahe dran, den Film am PC anzuschauen...
--> Wir brauchen wirklich dringend einen Ersatz für den defekten Videorekorder.

6. Auch, wenn die wenig geschätzte Kollegin wesentlich mehr verdient... und Frau Suckale (Personalvorstand der Bahn) mit 35.000 € Grundgehalt und i.d.R. 140.000 € Monatsgehalt deutlich macht, dass es zukünftig immer schwieriger wird, das Wort "Verhältnismäßigkeit" plausibel zu machen...
--> ...Ich bin mit meinem Leben eigentlich zufrieden.

7. Anne Will, Melissa Etheridge, Jodie Foster, Ruth... Seltsam...alles Frauen, die ich sehr schätze!
--> Auf keinen Fall in Frauenliteratur erhellende Infos erwarten.

8. "On the Road home" von Heart ist wirklich eine nette CD!

Freitag, 23. November 2007

Over the garden wall, two little lovebirds - cuckoo to you!

Ich weiß, sie werden auch dieses Jahr wieder den Balkon verwüsten, aber ich kann nicht anders. Die Frau ist das Wochenende weg, gute Gelegenheit Nachschub zu kaufen. Wann wohl die ersten Rotkelchen kommen...

Sonntag, 18. November 2007

Ein halbes Schinkenohr?

Mindestens zweimal im Jahr (zu Geburtstag und Weihnachten meiner Frau) mache ich mich alleine auf in den Geschäftsdschungel unserer Kleinstadt. Nach getaner Arbeit belohne ich mich dann mit einer Dönertüte. Eine Dönertüte ist hier der letzte Schrei! Sie besteht aus Döner, Pommes, Salat und einem Haufen Soße. Letztere bringt es mit sich, dass man das Gebilde möglichst schnell essen muss, bevor es durchweicht. Dieser Umstand veranlasst den Verkäufer meines Vertrauens (er isst seine Gebilde unter Zeugen selbst) zu meinen, man müsse auch den Verkaufsvorgang möglichst zügig erledigen. Am Samstag bspw. sagte er, nachdem ich meine Bestellung brav aufgesagt hatte: "Schinkenohr Halb?" Ich entgegnete, ich wolle Döner und kein Schinkenohr. Leise Zweifel ob der Vertrauenswürdigkeit keimten in mir auf. Man hört ja in letzter Zeit immer öffter von dem Gammelfleisch.

Beim Wiederholen seines Ausspruches, meinte ich statt Halb nun Kalb verstanden zu haben, was aber seine Frage nicht minder verständliche machte. Der Dönermann wurde langsam ungeduldig. Nicht dass sonst noch jemand im Laden stand, aber offensichtlich lief auf dem im dort installierten LCD-Fernseher (150 Bilddiagonale!) gerade sein Lieblingsvideo.

Dann auf einmal hatte ich es, nachdem ich die zwei Drehspieße entdeckt hatte. Bei dem einen handelte es sich um.... Geflügel. Der gute Mann hatte mich "Chicken oder Kalb" gefragt. Offensichtlich gibt es bei Türken ein sprachliches Problem mit dem Wort "Huhn", ähnlich wie die Chinesen das mit dem "R" haben - oder "chicken" ist ein türkisches Schimpfwort, dass man ungeliebter Kundschaft ungestraft zurufen kann. Was weiß ich... Aber als er mich dann noch fragte,ob ich meinen Döner süß (suss?) haben wollte, war ich mit meinen Nerven am Ende. Erst als er entnervt auf die diversen Soßen zeigt, verstand ich.

Nächstes Mal geh ich zu dem plattdeutsch sprechendem Wurstverkäufer am Markt. Den versteh ich wenigstes!

Montag, 12. November 2007

Die fünfte Jahreszeit

Als bekennender noddeutscher Karnevalsmuffel, steht dieser an Platz Nummer 1 der Dinge, die ich an Köln nicht vermisse. Leider hat mich die Stadt dafür mit einem Vergessensfluch belegt, der zur Folge hatte, dass ich der Stadt dieses Wochenende einen Besuch abtattete.

Na und? mag sich der unkundige Leser nun Fragen. Dazu ist zu sagen, dass auf dieses Wochenende der 11.11 fiel, an dem um 11.11 die neue Karneval-Session (um Gottes Willen nicht Saision sagen!) beginnt. Diese ist zum großen Leid des Kölners in diesem Jahr durch besondere Kürze gekennzeichnet (Erst in ca. 100 Jahren ist der Karneval wieder so kurz). Dieser Umstand führt (besonders beim Karneval) dazu, möglichst heftiger und schon mal ein wenig früher zu beginnen. So auch geschehen am 10.11, als wir uns an der Kölnarena durch ein Meer von Pappnasen kämpfen mussten, die zur Einstimmungsparty da waren.

Das war allerdings noch nichts gegen die Mengen, die am Sonntag auf dem Weg zum "Alter Markt" waren, wo traditionell der offizielle Countdown lief. Da ich meinen Fehler inzwischen bemerkt hatte, blieb ich vorsichtshalber in der Wohnung verschanzt. Aber die Stadt hatte kein Erbarmen. Im Radio wurden Karnevalsschnulzen hoch und runter gespielt und meine Gastgeberin (Wahlkölnerin und damit dem Karnvalsviruns i.d.R. extrem verfalllen) sang diese fröhlich mit.

Als Abschieds-Gag hatte sich die Stadt dann noch etwas Besonderes ausgedacht. Am Bahnsteig wurde die vermeintliche Richtung meines Zuges auf der Tafel mehrmals gewechselt. Das hatte natürlich zum Ziel, dass ich - voller Panik - auf andere Bahnsteige sprinten sollte, um dann den eigentlichen Zug zu verpassen. Aber dazu bin ich Profi genug. "Einfach aussitzen", dachte ich mir, das hast du in Köln gelernt. Und siehe da, 10 Minuten später saß ich im reztenden Zug.

Tätä-Tätä-Tätä.... Köööööle... alaaf.

Montag, 1. Oktober 2007

Our House


Heute vor 10 Jahren haben wir das Fundamet gelegt. Fairerweise muss erwähnt werden, dass es auch noch ein anderes Fundament gab. Das war aber auf schlechtem Baugrund errichtet und ein Haus darauf zu bauen, wäre nicht sehr erfolgsversprechend gewesen.

Bis zu Hausbau hat es aber dann doch noch etwas gedauert. Erst vor 5 1/2 Jahren war es bezugsfertig.

Manchmal gehe ich vor die Tür und werfe einen Blick darauf. Meist bin ich sehr zufrieden. Das Haus ist zwar kein von außen glänzendes Vorzeigehaus, weil wir mehr auf einen soliden Innenausbau geachtet haben. Ich denke aber, dadurch hält es vielleicht länger.

Beim Ausbau wurde großer Wert auf einen aureichend große Vorratskeller und natürlcih auch Weinkeller gelegt. Ansonsten ist es eine Art "Wunderhaus". Oft hält man sich tagelang in immer den gleichen vertrauten Räumen auf und dann wieder macht man eine Tür auf und steht plötzlich in einem Raum, der da vorher mit Sichheit noch nicht war. Gut, dass passiert nicht sooo oft, aber immer dann, wenn man gerade nicht damit rechnet.

Ab und zu raucht es in unserem Haus auch ordentlich aus dem Schornstein. Aber das muss auch irgendwie sein. Schließlich braucht man das ja, wenn man es im Winter mollig und gemütlich haben will.

Tja, was soll ich sagen: Ich wohne immer noch gerne in unserem Haus.

Dienstag, 25. September 2007

Barfuss im Regen

Gerade eben, ich sitze in der S-Bahn, schaue mich neugierig um, sehe ich einen der in Frankfurt häufig anzutreffenden beanzugten Bänkertypen, der ein Hochglanzmagazin liest. Nicht sonderlich aufregend, mag man denken. Das kleine Detail, dass der Herr Barfuss in der S-Bahn saß, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

In solchen Fällen überlege ich mir ja gerne, was wohl passiert ist, damit es zu einer solchen Situation kommen kann.

Meine ersten Einfälle seien nun hier präsentiert:

1. Der Typ hat seine Schuhe am Abend im Hotel zum Putzen vor die Tür gestellt und ein Spaßvogel hat sie ihm geklaut. (Verworfen, weil Typen die in solchen Hotels absteigen, garantiert die Kohle haben, sich gleich 5 Ersatzpaare kommen zu lassen.)

2. Es handelt sich um einen Penner, der bei der Altkleiderverteilung unheimliches Glück gehabt hat, aber bei den Schuhen zu spät war. (Verworfen, weil er für die Uhr, die am Handgelenk funkelte, mindestens 5 Paar Schuhe hätte tauschen können.)

3. Der Mann hat enorm mit Fußschweiß zu kämpfen und versucht seinem Leiden mit einer neuen indischen Heilmethode Herr zu werden. (Verworfen, weil seine Sitznachbarn alle noch auf den Sitzen saßen)

4. Der Herr kommt gerade von einem dieser Managerseminare, bei denen man über glühende Kohlen läuft ohne Schmerzen zu haben, weil man an sich glaubt - oder so. (Verworfen, weil keinen Brandflecken an den Füssen zu entdecken waren und auch das beseelte Lächeln fehlte.)

5. Es handelt sich um einen Wette, und der Mann wird am Ende des Tages dafür das Sportboot, die Villa und den Ferrari bekommen. (Verworfen, weil bei ihm keinerlei Anzeichen zu entdecken waren, dass auch nur ein Nanogramm Adrenalin in der Blutbahn zirkulierte.)

Als ich ausstieg, konnte ich einen Blick auf sein Hochglanzmagazin werfen. Es war ein Modemagazin... Ich hätte es mir ja gleich denken können.

Sonntag, 9. September 2007

Herbsttriologie Teil 1: Das erste Mal

Ausschlaggebend für die kleine Reihe ist eine Situation vor nicht all zu langer Zeit und eine wiederholte Erinnerung an einen fernen Sommer, als ich begann mir Platten von Bands zu kaufen, die nicht in den Hitparaden rauf und runter gespielt wurden (z.b. von Journey, Prism und Led Zeppelin) und diese - Kaffee trinkend- lautstark am offenen Fenster zu hören. Sehr zu meiner Freude, weniger zu der der Nachbarn. Vergleichbar ist das wahrscheinlich mit den Kids, die heute in der S-Bahn mit ihren mp3-Handys die Mitreisenden nerven. Musik, Kaffee der Sonne und die Tatsache, dass ich da etwas für mich Neues machte, verstärkten sich zu einem Gefühl der (man entschuldige den altmodischen Begriff) Lebensfreude, der sich feste in meine Erinnerungen eingebrannt hat.

Später dann hörte ich immer noch gerne Musik. Bruce Hornsby verbinde ich z.b. heute noch mit dem Beginn meiner Studienzeit, die ich (inklusive der Lernerei) sehr genossen habe. Aber "das erste Mal" war quasi schon was ganz besonderes.

Spätestens hier fragt sich aber der Realist in mir, ob da die Erinnerung nicht mal wieder bestimmte Dinge ausgeblendet hat. Und richtig: Den Ärger den es wegen der lauten Musik mit meinen Eltern gab, hab ich vergessen zu erwähnen.

Und trotzdem bleibe ich dabei, dass erste Mal (oder die ersten Male) sind oft etwas ganz besonderes. Mein erstes Computerspiel, meine erste eigene Wohnung, der erste Urlaub ohne die Eltern und vieles mehr habe ich noch sehr intensiv in Erinnerung. Später dann nutzte sich das Gefühl dann etwas ab. Dazu aber mehr im zweiten Teil.

Man würde die Wahrheit wohl aber zu sehr verdrehen, wenn man behaupten würde, jedes "erste Mal" wäre etwas ganz Besonderes. Gerade bei dem ersten Mal, an dass der Leser wahrscheinlich beim Lesen der Überschrift bereits gedacht hat, ist häufig zwar einprägend, aber die Freude daran entwickelt sich in vielen Fällen erst im Laufe der Zeit. Auch das erste Bier war wirklich nicht sehr lecker. Die Freude am Wein hat sich bei mir auch erst später ausgebildet.

Auf viele erste Male hätte ich übrigens auch gut und gerne verzichten können. So wurde seitens der Verwandtschaft ein riesiges Aufhebens um die erste Rasur gemacht. An der habe ich heute noch keinen Spaß. Auch der erstmalige Verlust des Wohnungsschlüssels, dem viele weitere folgen sollten, ist nicht besonders gut in Erinnerung und das Gefühl des Ärgers und der Wut über sich selbst, hat sich bei den anderen Malen nicht abgenutzt.

Was bleibt nun aus diesen Gedanken zu den "ersten Malen"?

Für mich sicher nicht, im Alltag ständig nach neuen Kicks zu suchen, die, wenn sich die Euphorie nachlässt, mit dem nächsten Kick ersetzt werden müssen. Vielleicht eher die ersten Male, die es mit über 40 noch gibt, etwas bewusster zu erleben und nicht zu verhunzen (wozu ich manchmal neige). Aber ich bin da nicht sicher. Manchmal überrascht einen das Leben ja ganz plötzlich mit einem Moment. Wie z.b vor nicht all zu langer Zeit, als ich alleine durch Lüneburg ging und plötzlich das erste Mal das Gefühl hatte, "angekommen" zu sein. Und das hatte nichts mit dem Gefühl von "Ende" zu tun.

Freitag, 3. August 2007

Und nun zur Börse

Kann sich noch jemand an die Männer erinnern, die man vor gefühlt 100 Jahren ab und an gesehen hat, wie sie auf riesigen Leitern die Nachkommazahlen an den Preissäulen der Tankstellen per Hand auswechselten?

Heute geht das ja bekannterweise alles elektronisch. Weniger bekannt ist, dass der Tankstellenpächter die Preisänderungen gar nicht mehr selbst vornimmt. Die Preise werden zentral gesteuert, so dass es vorkommen kann, das kurz bevor man zur Zapfpistole greift, der Preis geändert wird.

Auch nicht so schlimm. Der Hammer aber ist, dass die Mineralölkonzerne inzwischen eine Art Börsenspiel an den Tankstellen eingeführt haben und die Preise bis zu 4 x!!!! am Tag ändern.
Morgens 1,38, Mittags 1,30, Nachmittags 1,36, am Abend 1,35. Preissprünge von 8 Eurocent sind nicht die Ausnahme.

Als Benzin-Noob stelle ich mir da doch die Grönemeyer-Frage: Was soll das? Mit Angebot und Nachfrage hat das doch überhaupt nichts mehr zu tun. Eher damit, die Leute zu verwirren.

Wie gesagt, es erinnert viel mehr an die Börse: Wenn der Preis günstig ist: Kaufen und in Fässern im Keller lagern - und wenn der Preis wieder steigt, verbrauchen.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Gähn...

Noch muss man ja nicht alle Hoffnung aufgeben, dass nun knapp 2 Monate statt gegrilltem Tier, wärmende Kohlsuppe auf den Tisch kommt. Schließlich hat sich der Bote durch den gregorianischen Kalender ja um einige Tage verschoben. Aber so richtig gut sieht es nun tatsächlich nicht aus.

Immerhin hat es wieder mal sein Gutes, im Norden des Landes zu leben. Denn nur im Süden trifft die Regel zu 60-70% zu. Im Norden nicht.