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Freitag, 18. Januar 2008

Theksi - oder "Lass deinen Vorurteilen freien Lauf"

Zugegeben, es sind meist Anglizismen, aber es gibt auch urdeutsche Worte, bei denen man an der Aussprache sehr deutlich merkt, worum es geht - und, je nach Mundart, eine gewisse Bedeutung in das Wort legen kann.

1. Das Wort als solches
Da hätten wir zum Beispiel das Wort "Party". Das lang gezogene "a" erinnert an "Aahhh", das "r" etwas so gesprochen wie das Schnurren einer Katze vermitteln etwas wohliges und das "y" als "iihh" gesprochen erinnert an Cowboys und Indianer auf ihren Pferden. Da sage noch mal einer, damit wäre eine Party nicht gut charakterisiert.

Ähnlich verhält es sich mit dem Wort "Sex". Das zischende "S" vermittelt, dass es wohl um etwas Aufregendes geht. Das kaum wahrnehmbare "e", dass es sich aber wohl auch um keine überaus lange Angelegenheit handelt. Na, und das "x" (sprich "ksssss") verspricht zumindest einen langen "Nachhall".

Als drittes Beispiel soll die "Maloche" herhalten. Was für Leiden kann man nicht in das "a" und "o" legen - und das abschließende "e" bietet noch mal Möglichkeit seine ganze Verachtung (äähhh) hineinzulegen.

2. Das Wort in seiner regionalen Färbung
Was aber, wenn der Hesse eine Party feiert, der Schwabe Sex hat und der Berliner malocht?
der Hesse "macht Paddi", der Schwabe hat "Theks" und der Berliner "mal-oohch-t". "Paddi machen" erinnert irgendwie schwer an "Pipi machen", an blödes Mädchengegacker und aufgesetzte Fröhlichkeit. Und? - Wer einmal einen hessischen Karneval (womöglich noch in Giessen) erlebt hat, weiß wovon ich spreche. Ich will das nun um Gottes Willen nicht zu sehr verallgemeinern. Aber für Giessen gilt es.

Ja und der Schwabe. Der hat natürlich nie selbst "Theks". Sondern er spricht lieber über den der Anderen. Da es sich da in fast jedem Fall um etwas Verabscheuungswürdiges handelt, kommt dies natürlich auch bei der Aussprache zur Geltung. Unerotischer kann man "Sex" gar nicht aussprechen. Ein Wunder, dass die Schwaben überhaupt Nachkommen haben.

Na- und der Berliner. Er "mal-oohch-t". Bei der Aussprache kommt vieles das herüber, was Wowereit mit seinem Ausspruch "Berlin ist arm, aber sexy" transportieren wollte. Will heißen:" Ikke schuffte jeden taach schwer, wa - aber das macht mir nüscht. Weil meine Ische mich lieben tut. Und mit den feinen Herrschaften hab ikke sowieso nüscht am Hut." Diese Haltung ist so sympatisch, dass man sich fast entschuldigen muss, wenn man anregt, an dem Zustand mal was zu ändern.

3. Die regionale Spezialität
Besonders interessant ist ja sprachlich, die regionale Bezeichnung für bestimmte "Speisen". So kann man doch die kompakte, viel zu große rundliche Semmelbröselgranate in Berlin gar nicht besser bezeichnen, als mit dem Wort "Boulette". Nur "verzauberte Schrippe" passt noch besser.
Die bayerische Variante "Fleichpflanzerl" vermittelt, dass der Bayern meint, wegen der enthaltenen Zwiebeln handele es sich eigentlich um ein Gemüse, was aber in Bayern natürlich kein Essen für wahre Kerle ist. Daher muss noch schnell der "Fleisch"-Vorsatz dazu.
In die norddeutsche Frikadelle (Sprich "Friekahhdeelle) wiederum wird gerne eine gewisse Arroganz gelegt, die vermittelt, dass es sich allerhöchstens um eine verzehrswürdige Speise handeln könnte, wenn solche aus edlem Fisch zubereitet wäre. Zudem erinnert das "deelle" immer an kaputte Autos und Autoreifen. Dinge, von denen man hier annimmt, sie seine sowie Bestandteil von Frikadellen. Bleibt noch die Variante "Klops" (sprich Klobbss). Welche Form, wenn nicht rund und am besten noch etwas angetrocknet sollte ein Klops bitte haben?

Bevor ich nun den Unwillen von den Bewohnern aller Regionen Deutschlands auf mich ziehe, höre ich für heute auf und hoffe auf reichlich Widerspruch.

Dienstag, 20. März 2007

Geburtsstunde des Sushi

Dan überlegte, ob er seinen Umsatz nicht dadurch etwas ankurbeln könne, indem er den wenigen Gästen seiner Bar zukünftig etwas zu Essen anböte. Die Leute in dieser Stadt waren ja faul geworden. Die Männer verdienten ihr Geld nicht mehr rechtmäßig sondern durch Alkoholschmuggel und die Frauen konnten gar nicht mehr kochen. Stattdessen sah man sie neuerdings auf offener Straße rauchen. Wo sollte all das das nur noch hinführen.

Die ganze Stadt war nicht mehr das, was sie früher einmal war. Täglich stömten neue Menschen aus aller Herren Länder in die Armutsviertel. In den Küchen der Restaurants fand man immer mehr asiatisch aussehende Männer. Aus Italien war die Mafia herübergeschwappt. Kleine Männer in ausgesucht guter (und teurer) Kleidung erpressten von den wenigen ehrbaren Männern die geblieben waren enorme Geldsummen und nannten das Schutzgeld. Bei ihm waren sie Gottt sei Dank noch nicht gewesen. Aber es schien nur noch eine Frage der Zeit.

Vielleicht sollte er auch einen dieser Asiaten einstellen. Sie sollten ja aus Fisch wahre Kunstwerke zaubern können.

Dienstag, 6. Februar 2007

Ich sehe was, was du nicht siehst...

... und das ist rot, gelb oder grün. Manchmal auch braun.

Man kann sie essen. Genau genommen braucht man sie für eine der typisch deutschen Mahlzeiten. Um so erstaunlicher, dass sie in Deutschland kaum angeaut werden. Lediglich auf der Schwäbischen Alb, in kleinsten Mengen.

Russland war bis zum zweiten Weltkrieg der Hauptlieferant, hat dann aber aus verständlichen Gründen den Hahn zugedereht.

Heute beziehen wir sie aus Indien, Kanada, Spanien und Chile und auch wieder aus Russland.

Die kluge Hausfrau weiß zudem, dass man bestimmte Rezeptzutaten erst Am Ende zufügen sollte.

Ach ja, in der Nähe von Gelnhausen in Hessen wurde sogar ein Ort nach ihnen benannt...

Wat den nu Sportsfreund?...