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Sonntag, 18. Januar 2009

In den Sack gehauen!

Heute soll einmal das Ende der kulinarischen Genüsse im Zentrum der Betrachtung liegen. Keine Sorge, es geht nicht um die detaillierte Beschreibungen von Verdaungsbeschwerden oder fiesen Magen-Darm-Erkrankungen. Es geht um den Sack! Und zwar den gelben.

Der Norden ist ja glaubenstechnisch eher protestantisch und eben denen sagt man ja gerne nach, dass sie penibel genau alle, von wem auch immer aufgestellte Regeln befolgen, noch lieber aber prüfen, ob der Nachbar dies auch tut. (Nix 3 "Ave-Maria" und der Karnevals-Seitensprung ist abgegolten ((Schöne Grüße an den Rhein hier ;-) )).) Nun bin ich zwar aus der Kirche ausgetreten, aber das mit den Regeln... also das ist irgendwie im Blut. - Deshalb trenne ich natürlich den Müll und fahre, wenn es denn das Piktogramm auf der Verpackung will, auch mal direkt zur Müllkippe. Man möge mir hier nun nicht erzählen, dass sowieso alles in der Ostsee versenkt wird oder in Gorleben zwischengelagert wird, bis sich keiner mehr daran erinnert. Ich denke positiv und glaube, dass meine Mülltrennung die Welt ein wenig besser macht.

Also jetzt muss ich aber bald die Kurve zum Thema kriegen. Also Mülltrennung bedeutet, dass man alle paar Monate beim Einkaufen an der Kasse um eine neue Rolle "gelben Sack" bittet. Und sie bekommt! Außer..., außer jedes Jahr im Januar im Norden. Da ist der gelbe Sack aus!

Diese Verknappung erfolgt jedes Jahr, weshalb der fortgeschrittene Sammler sich natürlich vor Weihnachten einen Vorrat anlegt. Aber so clever war ich nicht. Im hiesigen Supermarkt werde ich seit Wochen nur noch mitleidig angelächelt, wenn ich wieder mal nach den Säcken frage.

Herrschaften, ich verstehe es nicht: Wie kann es denn sein, dass ein Unternehmen das aus gelben Säcken gelbe Säcke macht das Plastik ausgeht? Kann mich jemand aufklären oder ist es in anderen Gegenden dieser Republik vielleicht ähnlich?

Mittwoch, 10. September 2008

Herr Koriander

Herr Koriander, dem einen oder anderen sicher noch aus der Unendlichen Geschichte ein Begriff, taucht ja bisweilen auch im Essen auf. In Schokolade, Kaffee und manch chinesischer Köstlichkeit wurde es schon gefunden. Oft weiß man gar nicht, dass das Kraut sich in einem Gericht versteckt. So zum Beispiel in manchen Eintöpfen. Nun sind die Meinungen über den Geschmack des Korianders durchaus geteilt. Finden die kleinen Kapseln in zerriebener Form bei den meisten noch gnädige Duldung im Essen, so wird, handelt es sich um das grüne Kraut, die Ablehnung in der Regel mehr als deutlich geäußert. Oft in die Rede von "Seife gehört ins Bad und nicht ins Essen". Manch einer vermag sogar ein wenig Spülmittel oder gar Terpentin herauszuschmecken. All das führt, aus meiner Sicht nur logisch, dazu, dass man Korianderkraut nur als Töpfchen, welches meist schon am vertrocknen ist, oder beim chinesischen Lebensmittelladen (unter der Theke lagernd) bekommt. Ich gehöre nun zu den wenigen Menschen, die Korianderkraut mögen und auch nichts gegen einen seifigen Geschmack im Essen haben. (Beim Wein spricht man ja auch von animalischen Noten, einer leichten Schweiß- und Teernote und dergleichen mehr).

Aber wozu erzähle ich das alles? Weil mich einst eine Fahrradtour in das schöne Reken brachte. In Reken ist der Hauptsitz eines der größten Tiefkühlunternehmen Deutschlands. Drum war ich auch nicht erstaunt, mich dort quasi in einem riesen Spinatwald wieder zu finden. Lediglich der Blub fehlte noch. Wie groß war aber mein Erstaunen, mindestens ebensoviele Korianderfelder zu sehen. Nun habe ich das Kraut noch nie in der TK-Variante gesehen und oben genannte Beschaffungsproblematik lässt mich annehmen, dass es entweder eine Droge gibt, deren Basis Koriander ist, Seife heute mit Koriander parfümiert wird, Koriander als Geldanlage immer attraktiver wird, man es zum Heizen verwenden kann oder das gesamte Ausland das Kraut aufkauft. Weiß der Geier! Kann mir jemand helfen?


P.s.: Auch wenn ich mich in letzter Zeit sehr zurückhalte: This one in No. 300!

Montag, 5. November 2007

In die Pfanne gehauen

Wir gratulieren dem Gewinner des Hauptpreises der diesjährigen unkita-Privattombola - der nun eine nagelneue Alu-Druckgusspfanne im Wert von 50 € sein Eigen nennen darf.

Ja, ja - lieber Gewinner, sie brauchen sich gar nicht in Bescheidenheit zu üben. Treten Sie ruhig ans Licht der Öffentlichkeit. Schließlich war es diesmal gar nicht so einfach, den Preis zu finden. Er war ja gut versteckt in der Kofferablage des ICEs nach Köln. Da muss man erst mal drauf kommen, dass es sich nicht um ein vergessenes Gepäckstück handelt, sondern um den Hauptpreis. Manch ein Blödmann hätte die Pfanne vielleicht dem Bahnpersonal übergeben, aber nicht so unser diesjährige Schlaumeier. Bravo! rufen wir ihm zu. Gut gemacht. Wohl verdient!

Wir sind ebenfalls sicher, dass dem Gewinner die kleine Diebstahlsicherung mit Selbstschussanlage früh genug ins Auge fällt und es so keine bösen Verletzungen gibt.

Viel Spaß noch mit dem Gewinn, wünscht Ihnen Ihr
Unkita

Dienstag, 30. Oktober 2007

Hot blooded

(Oops, i did it agian..)

Gestern habe ich wieder mal eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Das Studienobjekt war ich selbst. Thematisch ging es um das Verhalten im Straßenverkehr unter besonderer Berücksichtigung des adrenalinbedingten Bewegungsdrangs.

Die Versuchsanordung war sehr simpel, aber effektiv: Man fahre direkt nach einem anstrengenden Arbeitstag bei nahezu völliger Dunkelheit und ergiebigem Regen mit seinem Weib während des Feierabendverkehrs durch die von Baustellen und Einbahnstraßen übersäte Kleinstadt zu einem Geschäft, dass sich in einer Straße befindet, deren Zugang für den normalen Verkehr verboten ist, was man vorher tunlichst vergessen haben muss. Man warte dort zwei oder drei Sekündchen, während derer zahlreiche Autos das Wegfahren unmöglich machen und erfreue sich an den reghaften Lichthupenzeichen des Hintermannes. Man bittet die Gattin (gefühlt) höflich doch schon mal allein zu dem Geschäft zu gehen, während man sich nur schnell ein Parkplätzchen zu suchen gedenke. Dann kreise man durch das Einbahnstraßen-Baustellengewirr ca. 20 Minuten durch die Kleinstadt, freue sich darüber, dass man schon fast wieder zu Hause ist und erinnere sich an seine Frau.

Diese Versuchsanordnung führt dazu, dass
das eigene Blut trotz vorsorglich auf "LOW!" eingestellter Klimaanlage, anfängt zu brodeln. Verbunden damit ist der ausgeprägte Wunsch nach Bewegung, dem man im Auto nur bedingt nachkommen kann. Außer dem Lenkrad (einprügeln) und diversen Hebeln (an-ausschalten, abbrechen) ist so ein VW Golf doch erfrischend puristisch eingerichtet.

Interessant an der Untersuchung ist, dass die Unmöglichkeit der körperlichen Bewegung zur Kühlung des Gemütes die Bluttemperatur noch weiter steigen lässt. Erst recht, wenn die völlig durchnässte Frau wiederum 20 min. später leicht angesäuert wieder ins Auto steigt.

Das allererstaunlichste aber ist, dass die Laune sich, nachdem man den Autokäfig verlassen hat und ein paar hektische Runden in der Wohnung gedreht hat (und sich 2 Gläser Wein hinter die Binde gekippt hat), endlich besser wird.

P.s.: Unbedingt merken: Dieses Jahr keinerlei derartige Versuche mehr unternehmen.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Wie tief kann man nur sinken...

... höre ich mein treuliebendes Weib noch sagen, als ich mich morgens um 6.15, bewaffnet mit einer Schubkarre zum hiesigen Praktiker aufmachte, um einen der 40 Einkaufsgutscheine im Wert von 500 € zu gewinnen, die es zur Neueröffnung des Baumarktes zu gewinnen gab.

Ich mag peinliche Auftritte gar nicht und versuche sie in meinem Leben daher möglichst zu vermeiden. Aber 500 € mag ich auch. Und der Gedanke, dass mit Sicherheit kaum ein Mensch in meiner Wahlheimat sich so dermaßen zum Affen machen würde, sich mit einer Schubkarre zu nachtschlafender Zeit vor einen Baumarkt zu stellen, verleitete mich dazu, meine Gewinnchance als relativ hoch einzuschätzen.

Die erste Überraschung war, dass ich um 6.20 bereits zu den "Spätankömmlingen" zählte. Die zweite Überraschung war die Tatsache, dass mindestens 200 Leute mit ihrer Schubkarre vor dem Praktiker standen. OK - 1:5 ist keine so schlechte Chance. Und damit kommen wir zu Überraschung 3: Ich habe nicht gewonnen.

Meine ganze Ausbeute bestand aus: einem Putzeimer, zwei Kaffees, einer Parkscheibe und einem Bieröffner, als mir mein kopfschüttelndes Weib gegen 8.00 die Haustür öffnete, weil ich zu durchgefroren war, um den Haustürschlüssel zu benutzten.

Und was das Schlimmste ist - Ich würde es wohl wieder machen...

Donnerstag, 5. Juli 2007

Heute: "Technikschulung"

Also, mein mp3-player hat jüngst seinen Geist aufgegeben, nur weil ich mal auf ihn getreten habe. Da dachte ich mir, kaufst du dir fluchs einen neuen, auch wieder von Creativ, weil der alte ja sonst nicht so schlecht war. Und weil es schnell gehen sollte, stand ich 10 Minuten später beim Media-Markt

Allen Verlockungen der Werbung zu trotz, habe ich auf sämtliches Gedöns in Richtung Farbdisplay, 12band-Equalizer etc. verzichtet und mich auch nicht zu einem Superflachgerät mit Akkus (nattürlich ohne Ladegerät) überreden lassen.

Als technisch durchschnittlich gebildeter Bürger war für mich lediglich wichtig, dass die Hörbücher und die Musik zügig auf den Player kommen. Also... klar: USB 2.0

Das USB 2.0 = USB 2.0 ist dachte ich bis dahin. Nun weiß ich, dass USB 2.0 auch USB 0.01 sein kann, denn (wie man übrigens auch bei Wikipedia nachlesen kann):

Wird die Schnittstelle eines Geräts mit „USB 2.0“ angegeben, heißt das nicht unbedingt, dass dieses Gerät auch die hohe Datenrate von 480 MBit/s anbietet. Standpunkt der Anbieter ist dabei, dass ein USB-2.0-kompatibles Gerät grundsätzlich jede der drei Geschwindigkeiten benutzen kann und die 2.0-Kompatibilität in erster Linie bedeutet, dass die neueste Fassung der Spezifikation eingehalten wird. 480 MBit/s dürfen also nur erwartet werden, wenn ein Gerät mit dem Logo „Certified USB Hi-Speed“ ausgezeichnet ist.

Überflüssig zu sagen, dass das von mir erworbene Gerät nicht der High-Speed Spezifikation entsprach. Ganze 20 Minuten, um 1 GB auf das Gerät zu schnecken. Also fluchs wieder umgetauscht und die Verkäuferin ["Aber das ist 2.0! 2.0 ist gut"] dann schnell noch nachgeschult.

So, liebe Susi, ich kann mich nun nicht entscheiden, welchen der zahlreichen Player ich haben will, weil die Standardplayer alle nicht 2.0 zertifiziert sind und mich niemand im Geschäft mal probehalber die Player bespielen lässt.

Irgendwelche Vorschläge?

Donnerstag, 14. Juni 2007

Do it yourself

Als die Gemüsewaagen kamen, dachte ich, mehr werden sie sich nicht trauen, dann kamen die "Zieh-dein-Zeug-doch-selber-rüber" Scannerkassen - und ich dachte, das ist nun aber der Gipfel. Doch der war noch lange nicht erreicht:Wahrscheinlich gibt es Bierextrakt im Teebeutel dazu.

Mittwoch, 6. Juni 2007

Und nun zur Werbung

Angeblich verdankt es seine Siegeszug der geistreichen und informativen Werbung...

1917: "Pauline lass das Reiben sein... "
Verführt irgendwie dazu, in die falsche Richtung zu denken.

1950: "Spart Kohle, Arbeit, Zeit und Geld"
Klingt moderner als damals gemeint

1956: "...und nichts anderes"
Herrjeh, das war wohl die Krönung in Sachen Information

1973: "Da weiß man, was man hat"
Endlich: Das bleibt hängen. Einer der bekanntesten Slogans überhaupt. Aber geistreich???

2004: "Warten hat jetzt ein Ende"
Man ist sich seiner Marktführerschaft scheinbar schon ziemlich sicher.

2007: "Rein in die Zukunft"
Hört, hört! Sollte da etwa etwas von Nachhaltigkeit mitschwingen????


Also, auf die nächsten 100 Jahre.

Erklärung: Hiermit verbiete ich dem designierten Werbeslogan König hier (womöglich noch als erster Leser) sachdienliche Hinweise zu liefern. Verwirren Sie lieber die Leserschaft.

Dienstag, 5. Juni 2007

A new star is born (nearly)

Was haben die sich eigentlich dabei gedacht? Nach dem freundlichen Gelb, dem beruhigeden Blau nun dieses blöde Türkis. Mir fallen beim besten Willen keine 400 Dinge ein, damit es wenigstens lila wird.

Freitag, 1. Juni 2007

Praktische Gegenstände für den Haushalt II

Wer folgendes Geschenk auf dem Geburtstagstisch vorfindet , braucht nun nicht mehr zu verzweifeln! Dank meiner kleinen Aufklärungsserie kann der so beschenkte nunmehr wissend lächeln und schon mal insgeheim überlegen, wem er das nützliche Teil weitervermachen kann.



Wat issn dat???...


Aus der Produktbeschreibung...

...durch den magnetischen Kopf der Nadel lässt sich der Korken leicht und elegant am Kragen anklicken und wieder lösen, etwa wenn Gäste am Tisch Lust verspüren sollten, den Duft des Korkens genauer zu untersuchen...


Herrschaften, wenn ich Wein trinke, schnupper ich doch nicht am Korken, weil - der riecht nämlich nach Korken, sondern wenn schon - am Wein. Und "untersuchen...." Gottchen. Das ist doch keine Diplomarbeit....

Dienstag, 15. Mai 2007

Freitag, 11. Mai 2007

Über die Hot-Dog-Mafia

Seit ich nicht mehr so oft zu Ikea komme und der Saturn in Köln (Darth Puma wird vielleicht wissen warum) auch immer seltener auf dem Besuchsprogramm steht, kann ich den einmal alle 2 Monate aufkommenden Gelüsten nach Hot Dogs nicht mehr außer Haus nachkommen. Der Außer-Haus-Verzehr hat den eindeutigen Vorteil, dass man die Sauerei, die man dabei macht, wenn man immer alle Soßen und Beilagen haben will, einfach von den Tauben weggefuttert werden (jedenfalls bei Saturn).

Bei unserem letzten Dänemark-Urlaub wurden daher die Grundzutaten für Hot-Dogs mitgebracht. Seitdem befinden wir uns in den Fängen der Hot-Dog-Mafia: Zuerst sind die Röstzwiebeln alle, aber die Soßen noch gut 3/4 voll. Ok, die werden nachgekauft. Dann sind die speziellen dänischen Gurken alle. Sind auch die nachgekauft, ist eine der Soßen alle.... Am Ende kauft man immer ein oder zwei Zutaten nach und dieser ganze Hot-Dog-Kram im Kühlschrank erinnert animiert einen dann viel zu oft dazu, "mal wieder Hot-Dogs zu essen". Jetzt aber reicht es. Am Montag gibt es das finale Hot-Dog essen. Dann werden alle Zutaten weggeworfen, die nicht aufgebraucht sind.!

Na ja, vielleicht könnte man ja die Gurken behalten und die Röstzwiebeln. Ach, verdammt!

Mittwoch, 9. Mai 2007

Hightech im Supermarkt

Früher stand im Supermarkt hinter dem Obst/Gemüse eine Frau, die einem die Sachen die man wollte abgewogen hat. Stand man gut mit der Dame war mitunter auch etwas mehr in der kegelförmigen Papiertüte, als der mit Kuli auf der Tüte vermerkte Preis eigentlich erlaubte.

Die Frau wies einen auf besonders gut schmeckende Äpfel hin, erklärte einem den Unterschied zwischen Tafel- und Kochbirne, ermutigte einen doch mal Schwarzwurzeln zu probieren oder wusste zur Not auch, wo Glühbirnen zu finden sind. Aber eines war tabu: Anfasssen! (Das Obst und Gemüse)

Später dann sparte man die Frau ein, stellte dafür aber 2 oder 3 "Packer" ein, die mit dem Obst und Gemüse genauso umgingen, wie mit den Dosen, dem Waschpulver und all den anderen Dingen, die sie auch noch auspacken mussten. Wie das Gemüse aussah war ihnen meistens egal. Damit fiel auch der Grund weg, warum Obst und Gemüse nicht mehr ausgiebig befingert werden durfte. Für Fragen hatten die Packer keine Zeit. Das Abwiegen übernahm man eine Zeit lang an der Kasse. Wahrscheinlich, weil man den Kunden zutraute, dass sie nur die Hälfte des eingepackten Gemüses wiegen würden, wenn man es sie selbst machen ließe.

Aber ach, die Kassiererinnen brauchten zu lange, um die entsprechende Codenummer für jedes Gemüse aus der Liste zu suchen. Den Einkäufern in der Schlange dauerte das alle zu lange. Den Erbsenzählern der SB-Ketten wohl auch. Also überließ man es dann doch den Kunden, Obst und Gemüse selbst zu wiegen und zu etikettieren.

Seit gestern hat die Technisierung im Supermarkt nun eine neue Stufe erreicht. Die Gemüsewagen können erkennen, was man gerade wiegt. Das tun sie mit der eingbauten Kamera, die bei meinem ersten Test die gelbe Paprika auch als solche erkannt hat. Nächste Woche werde ich die Testbedingungen verschärfen und sowohl rote wie gelbe Paprika gleichzeitig wiegen, vielleicht mal den teureren Cremechampignon mit einer Taschenlampe anstrahlen, um der Kamera vorzugaukeln, es handele sich um den preiswerteren weißen Champignon oder Möhren hochkant wiegen. Oder ich gehe auf den Wochenmarkt.

Montag, 19. März 2007

La vie triste

Auf frühen Familienfesten wurde von meinem stets gut informierten Onkel gerne die Behauptung aufgestellt, dass sich die Menschheit in 100 Jahren sowieso nur noch von Pillen ernähre; gefolgt von der zweiten Behauptung, dass man dann mit 75 die Sterbepille bekäme, wegen der droheneden Überbevölkerung.

Schon damals erschien es mir aber, angesichts der leckerern Dinge die meine Mutter zu den Familienfeiern auffuhr, sehr unwahrscheinlich, dass die Menschheit einmal so wenig Zeit haben würde, dass Mahlzeiten durch Pillen ersetzt werden würden.

Heute bin ich da nicht mehr so sicher. Es sind zwar noch keine Pillen, aber auf Mini-Getränke-Größe hat die Nahrungsmittelindustrie sich schon vorgearbeitet. Actimel und Co. machten den Anfang und bedienten noch die, die Sorge hatten, sich durch herkömmliche Nahrung nicht gesund genug zu ernähren.

Seit ein paar Tagen hat Knorr mit "VIE" nun 4 Sorten eines Obst/Gemüse- Trinkpürees auf dem Markt, das 50% des Tagesbedarfes an Obst und Gemüse deckt.

  • Orange Banane Karotte
  • Bananae Kürbis Kiwi
  • Apfel Karotte Erdbeere
  • Ananas Passionsfrucht Mais
Eltern mit Kindern seien gewarnt, ihren Sprösslingen eine dieser Kombinationen zu Versuchszwecken zu geben. Diese würden es ihnen wohl um die Ohren spucken. Der moderne, gesundheitsbewusste Mensch hingegen scheint "Kauen" als eine Angelegenheit zu betrachten, die es endlch zu überwinden gilt.

Da bleibt mir nur: Viel Spaß beim "schlabbern" zu wünschen. Und vielleicht wird ja seine zweite Behauptung auch irgendwann wahr...

Donnerstag, 8. März 2007

Röstzwiebeln

Man könnte denken, jetzt fällt ihm wirklich nichts mehr ein, nun schreibt er schon was zu Röstzwiebeln. Und - man hätte nicht ganz unrecht, denn der aus dem Dänemark-Urlaub mitgebrachte Vorrat mag einfach nicht schwinden.

Ich kenne gerade mal zwei Verwendungsarten für Röstzwiebeln. Hot-Dogs und Schmalzbrot. Letzteres habe ich vor 10 Jahren das letzte mal gegessen. Nun frage ich mich, wer die ganzen Röstzwiebeln kauft, die im Supermarkt stehen. [Ike. A Rodenchruch?] Und wofür die Käufer sie benutzen. [Dämmstoff?, Vogelfutter?]

Freitag, 2. März 2007

Wer hat die besten Pommes im ganzen Land?

Passend zum gestrigen Fast-Food Post und den vielfachen Bekundungen, das Burger-King besser als Mc Doof ist, hat Stiftung Warentest in ihrer neuen Test-Ausgabe Pommes getestet. Testsieger wurden die Burger-King Pommes ("gut"). Abgeschlagen am Ende der Liste - und das wird Frau Floh sehr grämen- : Die Pommes von Ikea.

Was macht man mit solch einem Test? Betrachtet man das Ikea-Ergebnis, liegt zunächst die Weisheit "Schuster bleib bei deinem Leisten" nahe. Wer in Kiefer macht, muss nicht meinen, Kartoffeln ließen sich ähnlich verarbeiten. Die nähere Betrachtung des Tests ergibt allerdings, dass die Ikea-Pommes geschmacklich mit "sehr gut" bewertet wurden, lediglich der hohe Gehalt an Trans-Fettsäuren machte sie ernährungsphysiologisch bedenklich.

Bedenklicher finde ich allerdings, dass bei Mc Donalds der Acrylamidgehalt sehr hoch war, was nur mit 15% in die Wertung eingeht. Meiner Meinung, gesundheitlich mindestens genauso mies zu bewerten. Ikeas Pommes hatten hier den geringsten Gehalt aufzuweisen.

Erstaunlich auch, dass Nordsee-Pommes , für deren Zubereitung ziemlich altes Frittierfett verwendet wurde, noch im Mittelfeld liegen.

So sehr ich unabhängige Verbrauchertests ja gut heiße, so verkehrt finde ich es, wenn nur noch auf das letztendliche "Test gut" auf der Verpackung geachtet wird. Und gerade bei zubereiteten Lebensmitteln ist die Qualität oft einem sehr schnellen Wandel unterworfen. Beim letzten Pommes Test hatte Mc Donalds noch die Nase vorn.