Montag, 7. Juni 2010

Wulff vs. Gauck

Nun also soll es doch der Wulff werden. Ob das nun besser ist als Zensursula, bleibt wohl zumindest abzuwarten. Seine Skandälchen (Flugtickets und Progromvergleich) hat er ja schon - ganz der souveräne Politiker - überstanden. Ob das nun allerdings von Vorteil ist? Auch drängt sich etwas der Verdacht auf, dass das mit seiner aktuellen Kabinettsumbildung vielleicht doch nicht der ganz große Wurf war. Und was macht man dann? Ja genau! Befördern! Und was passiert da? SPD und Grüne ziehen Herrn Gauck aus dem Hut. Nun ist der ja vom Job her ja eigentlich Pastor und kein Vollblutpolitiker, wie man gerade lauthals fordert. Aber: Der Mann hat was zu sagen. Und er kann das! Das was er meint, auch in gute Worte fassen. Das weiß ich sogar aus erster Hand, hat er doch bei einer Veranstaltung meines Arbeitgebers sehr beeindruckend mal über das Thema Freiheit gesprochen und damit gleichermaßen die Anhänger der eher konservativen Parteien aber auch derer aus den anderen Lagern berührt. Das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung, finde ich. Und - ja, warum nicht noch einen aus dem Osten? Viel kann ja eh nicht passieren. Haben die Parteien seit Weizsäcker ja nie mehr das ganz gute Händchen für den Präsidenten gehabt. So, das war mal ein kleiner Ausflug in die Politik.

P.s.: Vielen Dank an dieser Stelle den Herren Falcon und Womble für ihre Consultant-Dienstleistungen zum Thema Apps.

Kommentare:

Falcon hat gesagt…

Gern geschehen.
Was mir ja am Allermeisten auf den Sack geht, ist die Tatsache, dass sich hier vom Volk gewählte Vertreter, die irgendwann einmal geschworen haben, Schaden von selbigem abzuwenden, jetzt hinstellen und aus rein parteipolitischen Erwägungen den Einen wählen, selbst wenn sie davon überzeugt sind, dass der Andere die bessere Wahl wäre.
Eigentlich gehören die alle solange geschlagen, bis diese ganze verdammte Mischung aus Frechheit, Ignoranz und Überheblichkeit aus ihnen herausgeprügelt wurde.
Sollte man dafür jemals Freiwillige suchen, biete ich mich gerne an.

unkita hat gesagt…

Habe auch immer mehr das Gefühl, dass es in der Politik so ein wenig wie an der Börse zugeht. Das wird um so deutlicher, wenn man sich mal Debatten und Reden aus der Zeit Willy Brandts anhört. Rhetorisch schlechter, aber dafür mit Inhalt.

Falcon hat gesagt…

Und mit einer Leidenschaft für die Sache.
Mittlerweile scheinen nur noch Politikarbeiter am Werke zu sein, deren vorrangigstes Ziel ist, sich eine gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Politik zu verschaffen.